Donnerstag, 7. Dezember 2017

Dein Seelenlied...

Es heißt, es gibt einen Stamm in Afrika, bei dem das Geburtsdatum des Kindes nicht der Tag ist, an dem es geboren wird, auch nicht der Tag, an dem es empfangen wurde, sondern der Tag, an dem das Kind erstmals als Gedanke im Kopf seiner Mutter erschien.
Und wenn eine Frau beschließt, dass sie das Kind empfangen wird, geht sie aus dem Dorf hinaus und setzt sich unter einem Baum, und sie lauscht in sich hinein, bis sie das Lied des Kindes hören kann, das durch sie geboren werden will.
Und nachdem sie das Lied des Kindes gehört hat, kehrt sie zurück zu ihrem Mann, welcher der Vater des Kindes sein wird, und lehrt auch ihn das Lied. Wenn sie sich dann lieben, um das Kind körperlich zu empfangen, dann singen sie gemeinsam das Lied des Kindes, als eine Einladung.

Wenn die Mutter schwanger ist, lehrt sie auch die Hebammen und die alten Frauen des Dorfes das Lied zu singen, so dass die Menschen um sie herum während der Geburt das Lied des Kindes singen können, um es zu begrüßen. Und dann, wenn das Kind aufwächst, haben auch die anderen Dorfbewohner sein Lied gelernt.
Wenn das Kind fällt und seine Knie schmerzen, schließt es jemand in die Arme und singt sein Lied dazu. Wann immer das Kind etwas Wunderbares tut, wenn es durch die Riten der Pubertät geht, wenn es heiratet – auch dann singen die Menschen des Dorfes sein Lied, um seine Seele zu ehren.

In diesem afrikanischen Stamm gibt es noch eine weitere Gelegenheit, zu der die Dorfbewohner für das Kind singen: Wenn diese Person zu irgendeinem Zeitpunkt während seines oder ihres Lebens, ein Verbrechen begeht, wird sie in das Zentrum des Dorfes gerufen und die Menschen seiner Gemeinschaft bilden einen Kreis um sie herum. Und dann singen sie behutsam das Lied für diese Person. Der Stamm fühlt, dass sein Verhalten nicht nach Bestrafung ruft, sondern nach Liebe und nach Erinnerung an die wahre Identität seiner Seele. Ein Freund, so sagen sie, ist jemand der das Lied deiner Seele singt, wenn du es selbst vergessen hast.

Und auf diese Weise geht das Kind durch sein Leben. In der Ehe singen die Partner ihre Lieder füreinander – und sie singen sie gemeinsam. Und schließlich, wenn unser Kind eines Tages auf dem Sterbebett liegt, bereit, diese Welt zu verlassen, dann kommen die Dorfbewohner zusammen, und sie singen – ein letztes Mal – das Lied für diese Person.

Frei nach Alan Cohen, aus dem Buch „Wisdom of the Heart“

Mittwoch, 29. November 2017

Einem Reptiloiden die Liebe erklären...

 ~Shapull ka duóo tìi~


Liebe beginnt mit starker Wärme in deinem Brustkorb. Sie breitet sich aus und füllt deinen Kopf mit pulsierendem Leben. Deine Wangen werden warm, die Blutgefäße weiten sich. Die Hitze lässt dein Herz schneller schlagen. Der Körper zittert. Alle Kälte verschwindet. Begleitet wird das Ganze durch das Empfinden, als würde sich in deiner Brust ein Tor ganz weit öffnen

...und dann spürst du: Es ist...neu...es ist...ein Gefühl. Gefühle sind Empfindungen im Körper...begleitet von Reaktionen des Geistes: Die Wärme ist die Liebe, heißes Brennen in der Brust ist Wut, Angst ist ein Klumpen im Bauchbereich...Sorgen sind Druck im Kopf. Willst du nun das Gefühl der Liebe näher beschreiben, so vergleiche ich es mit gleißendem Licht, das jede Zelle deines Körpers erbeben lässt. Nach einiger Zeit lässt die Körperwärme nach, dein Körper kühlt wieder auf normale Temperatur herunter, aber trotzdem hast du im Brustkorb immer noch das Empfinden von Wärme. Dieses Empfinden ist: Liebe.

Menschen glauben, Liebe sei etwas, das man nur anderen Individuen entgegen bringe, aber das stimmt nicht.
Sie beginnt in einem selbst und schwappt über wie eine Lichtwelle auf den anderen...z.B. auf deine Mutter. Sie ist nun mehr als nur jene, die du am Duft erkennst, ehrst und achtest, plötzlich merkst du: Du willst ihr niemals weh tun. Du willst nicht, dass ihr ein anderer weh tut, denn wenn, dann tut er dir weh. Du würdest alles geben, nur damit sie ganz und heil bleibt...selbst in den Tod gehen. Du bist nun im Herzen mit ihr verbunden. Liebe ist Verbundenheit mit dem Anderen. 

Niemals kannst du erwarten, dass die Liebe auch in anderen dasselbe auslöst wie in dir. Deine Mutter z.B. muss innerlich bereit sein, so wie du selbst es auch warst... Wie das Junges, das nur zu einem bestimmten Zeitpunkt bereit ist, auf die Mutter geprägt zu werden...Es ist ein Zeitfenster, in dem das geht. Du wirst fragen: Wann ist es so weit? Sag mir den Zeitpunkt, und ich sage dir:
Wenn dein Sein so sehr danach trachtet, es zu erfahren, dass es umkäme vor Schmerz, bliebe ihm diese Erfahrung verborgen, dann ist es so weit. Du merkst das an einem wehmütigen Ziehen in deiner Brust...ist dieses immens...dann weißt du: Es ist so weit! Dann mache dich auf diese Erfahrung gefasst...sie wird überwältigend sein.

Sonntag, 19. November 2017

Von Wort und Gefühl...

Gefühl ist Wort... und Wort ist Gefühl, denn alles ist Energie. Jeder Gedanke ist ein Spinnengewebe an Energie, das, sobald es verwoben ist, heilen und zerstören kann. Wort-/und Gedankenenergien werden zu großen Entitäten, die wie eine Gaswolke unser ganzes Sein durchwirken. Sie können mit wenigen kleinen Gesten, uns zu höchstem göttlichen Sein führen oder uns in den tiefsten Abgrund stürzen.
Wie können wir die Welt zu einem besseren Ort machen? Ich sage: Durch gute Worte, denn gute Worte sind gute Energie. Jedes Lebewesen auf diesem Planeten saugt sie auf, wie ein Schwamm, ergötzt sich daran in jeder Zelle. Selbst die Tiere, die der menschlichen Sprache nicht mächtig sind, spüren die Schwingung der Liebe, die in unseren Worten mitklingt.
Diese Welt ist dunkel geworden, nicht nur durch unsere Taten, sondern auch durch unsere Gedanken, die unser Sein vergiften, die uns klein und ängstlich machen, uns zu niedrigen Taten verleiten und uns den Glauben an uns verlieren lassen. Diese dunklen Gedanken übernehmen wir gerne auch von anderen, und zwar in Momenten größter Schwäche, wenn wir verletzt am Boden liegen.
Wenn jemand also verletzt am Boden liegt, reiche ihm die Hand, lächle lasse die göttliche Liebe aus deinem innersten Erstrahlen und richte ihn auf. Gott und Jesus wollten nicht richten, sie möchten gerne AUFrichten, auf das wir AUFrichtig, durch die Welt gehen und begreifen, dass es kein Tal der Tränen sein muss.
Wir Menschen suhlen uns durch Inkarnationen und Inkarnationen schon so in unseren dunklen Energien, das wir vergessen haben, dass es auch Licht gibt - und vor allem: dass das Dunkle nicht notwendig ist für Wachstum. Wir können auch durch Liebe und Freude wachsen und gedeihen.
Wann also auch immer dunkle Gedanken von dir Besitz ergreifen und Düsteres in deinem Herzen manifestieren, denke daran...es sind nicht deine, sie entsprechen nicht deinem Lichtvollen Sein. Dann...richte dich auf, schicke sie ins göttliche Licht und segne dich...dein Sein, deine Umgebung, und alle, die dir Schreckliches angetan haben
Und die göttliche All-Liebe ist in uns: Sie wäscht uns rein von allem Trüben und Kleinmachenden, von allem Destruktiven und allem Schmutz...sie badet uns in unendlich tiefer Geborgenheit und einem Gefühl der Sicherheit, dass Gott und wir alle mit ihm: Liebe sind.

Samstag, 11. November 2017

Habe ich genug getan?

Hallo ihr Lieben,

neulich sah ich ein interessantes Video von Philip Carr-Gomm (möge er mir verzeihen falls der Name nicht ganz richtig geschrieben ist), er ist der oberste Druide des OBOD, Order of Bards and Druids...und er hat in seinem Video sinngemäß das wiedergegeben:

Stell dir vor, du könntest dir heute sagen: Ich habe genug getan - was tätest du dann?

Mit anderen Worten: Was würde sich in deinem Leben konkret verändern? Na?
Ich für meinen Teil kann sagen, dass alles, was ich anderen zuliebe tue, von einem Tag auf den anderen wegfallen würde. Ebenso all die Tätigkeiten, die ich für übergeordnete Zwecke tue, so z.B, damit am Ende des Monats Geld auf dem Konto ist...es muss ja zum Leben reichen...

Wie viele Menschen sagen: Wenn ich glücklich sein möchte, muss ich mehr Geld verdienen, ich habe noch nicht genug gearbeitet, um mir mein Glück zu verdienen... also gehen sie eventuell irgend einer Tätigkeit nach, die ihnen vielleicht nicht einmal Spaß macht, weil Raxen bringt Geld und Glück hat man sich ja noch gar nicht verdient bevor man nicht geraxt hat...
Na, kommt euch das bekannt vor?
Unsere Gesellschaft tickt so: Je mehr du arbeitest, desto wertvoller bist du in den Augen der anderen, das ist eine Ultrakonditionierung, wie beim Pavlovschen Hund, sieht er Futter, beginnt sein Magen Magensäure zu produzieren, auch wenn er noch nichts davon genascht hat.
Wie stark diese Konditionierung wirkt, sehe ich in meiner Umgebung, in der alte Menschen regelrecht damit angeben, über 50 Jahre ihres Lebens mit Arbeiten verbracht zu haben...und junge Menschen sich brüsten, dass sie sich neben einer Familie noch ein Haus anschaffen, das sie am Besten im Schweiße ihres Angesichts nach Feierabend bauen. Die Bibel...sie sagt es ja sinngemäß: Plagt euch im Schweiße eures Angesichts, ihr seid aus dem Paradies vertrieben...

Diese, und andere Konditionierungen, wie: Wenn ich das und jenes so und nicht anders tue, lieben mich die Mitmenschen... Wie vielen Kindern sagen die Eltern: Sei artig! Artig sein ist ein Mittel, um Selbstbestimmung im Keim zu eliminieren. Sicher ist es immer gut Rücksicht walten zu lassen...jedoch nicht um jeden Preis.

Wer setzt uns diese Schranke in den Kopf? Dieses ich muss mehr tun, habe noch nicht genug getan? Die Eltern? Die Kirche? Freunde und Verwandte? Hah! Denkste! Es sind wir selbst!!!  Niemand kann dich zu etwas bewegen, wenn du es selbst nicht zulässt. Habe ich selbst genug getan, bin ich mir so wie ich jetzt bin: Selbst genug. Aber mal im Ernst: Bist du dir selbst genug? Bist du mit dir zufrieden? Oder suchst du weiter Bestätigung im Außen, indem du immer mehr tust, was getan werden muss, da du sonst unzufrieden bist? Das Loch in deinem Herzen, das stopfst nur du...denn wenn du dies und das zu Ende getan hast, um genug zu tun, ist es nicht genug...nie wird es genug sein, wenn du dir selbst nicht genügst.

Kennt ihr Hellboy? Den Film? Im Zweiten Teil wird eine Geschichte erzählt von König Balor, dem König der Elfen, der von den Kobolden schweren Herzens die Goldene Armee bauen lässt, um gegen die Menschen vorzugehen, denn der Frieden mit den Menschen ist nicht machbar. Und wisst ihr warum sie nicht machbar ist? Weil die Menschen mit einem Loch im Herzen geboren wurden, so dass sie immer weiter wüten und morden müssen, um sich immer mehr einzuverleiben...und dabei nicht verstehen, dass dieses Loch im Herzen unendlich ist...denn es ist ein Teil ihres Wesens.
Und doch tut es Balor unendlich leid, als er nach der größten aller Schlachten über das Feld wandelt und die zig Tausenden von toten Menschenkörpern da liegen sieht. Er hat das nicht gewollt...er wollte das nie. Frieden wird nun herrschen, die restlichen Menschen und die Zauberwesen vereinbaren, dass jeder sich zurück zieht: Die Zauberwesen in die Natur, die Menschen in die Städte...

Wie füllst du dein Loch in deinem Herzen also? Indem du immer weiter raxt immer weiter danach strebst es zu füllen mit dies und das im Außen? Oder indem du inne hältst, dich ansiehst und endlich begreifst, dass du NIEMALS ein Loch im Herzen hattest...dass du nicht mehr tun musst, weil alles so gut ist wie es ist und es getan ist..zu jeder Zeit, in jedem Augenblick...

Alles Gute
Eure Alina

Selbstbestimmung... um jeden Preis?

Hallo ihr Lieben,

immer wieder begegnen mir in sozialen Netzwerken Sprüche, wie : "Verwirkliche Deine Träume egal was andere denken" oder "gehe deinen Weg, egal wie andere das finden..."
Vom Grundsatz her finde ich das in Ordnung, bestärkt es uns doch, unsere Prioritäten, Wünsche und Hoffnungen nicht zugunsten anderer aufzugeben, noch sie von diesen abhängig zu machen, dergestalt, dass wir nur für andere leben, jedoch nicht für uns selbst.

Zugleich möchte ich jedoch auf einen anderen, ebenso wichtigen Aspekt aufmerksam machen, der den ersteren ergänzt. Die Aussage "tu dir was Gutes egal wie das andere finden" ist kein Freibrief, dich wie der Elefant im Porzellanladen zu verhalten, nach dem Motto: Ich bin mir selbst der wichtigste, denn das wiederum artet in Egoismus aus.

Wie gehen wir also vor? Auf unserem Weg der Selbstbestimmung? Ganz vermeiden, die Umgebung zu verletzen, lässt sich wohl nie, denn auch hier gilt es: Nie und nimmer kannst du mit deinem Tun Alle zufrieden stellen.
Wenn wir uns aber bemühen, achtsam Schritt vor Schritt zu setzen und dabei die Integrität des/der anderen achten, deren Schönheit und Lebensweg als etwas Heiliges betrachten, das eventuell einfach nur von unserem abweicht, fällt alle Wut von uns ab, und wir hören auf, wild um uns zu schlagen wie bockige Kinder.
Ist das Umfeld, aus dem wir uns befreien möchten, schlichtweg boshaft, so ist das einerseits ein herber Schicksalsschlag, der es uns aber - umso leichter macht, die Segel zu streichen und das Ganze mit der Geste des Stinkefingers zu verlassen...
Was ist aber, wenn deine Umgebung per se gar nicht boshaft ist? Da den Stinkefinger zu heben ist unfair. Denn dann tust du deiner Umgebung Unrecht. Hier einfach sein Ding durchzusetzen ohne Rücksicht auf Verluste auf Seiten deiner Mitmenschen ist egoistisch...

Also?
So doof es auch klingt, so sei diplomatisch...Das bedeutet nicht, die Dinge, die dich beschäftigen unter den Tisch zu kehren, sondern vor allem bei der Beurteilung deiner Situation im Rahmen deines Lebensumfeldes fair zu bleiben. Wer ist an meiner Situation mit beteiligt? Sicher neigen wir dazu, den anderen den schwarzen Peter zuzuschieben, aber nein hier gilt es besonders die Ohren zu spitzen und auch bei uns selbst zu sehen. Was habe ich dazu beigetragen, dass mein Leben so wurde wie es jetzt ist. Und was liegt im Rahmen der Handlungsmöglichkeiten des/der Anderen? Können sie meinen Anforderungen entsprechen und tuns aus Faulheit nicht? Oder liegt es einfach nicht in deren Wesen, meinen Ansprüchen gerecht zu werden? Ein Fisch kann leider an Land nicht leben, und stellst du dich auf dem Kopf, das Wasser ist seine Heimat. Und - noch wichtiger: Tue ich SELBST alles, was nötig ist, um das zu verwirklichen, was ich möchte oder schiebe ich es den Anderen zu, nach dem Motto: Macht mal!

Sei achtsam im Umgang mit deiner Umgebung, schwierig...ja, dich selbst zu achten und die anderen... aber das ist die Feinmotorik, die uns Menschen so einzigartig macht, die unseren Edelmut hervor hebt. Hast du dies getan, so gut es dir möglich war, so kannst du, selbst wenn du hinterher doch einen Scherbenhaufen hinterlässt, dir selbst doch sagen: Ich habe alles menschenmögliche getan, um dem Ganzen zu dienen...das beinhaltet: Mich selbst und meine Umgebung. Es ist: Weises Handeln!

Ich achte mich selbst zum Wohle des Ganzen...eine göttliche Einstellung, so finde ich. Und ich betrachte alles mit Liebe. Liebe lässt sein, wie etwas ist, sie versucht nicht zu drängeln, zu verändern oder zu bearbeiten...Liebe lässt die anderen sein...denn sie achtet deren Entwicklungsweg.

Alles Liebe
Eure Alina


Dienstag, 24. Oktober 2017

Nicht geerdet sein...

Hallo ihr Lieben,

vielfach hört man die Aussage "du bist nicht geerdet" - was bedeutet das eigentlich?

Früher habe ich angenommen, das bedeute einzig und alleine die Flucht in andere Realitäten, sprich eine zu überdimensionierte Beschäftigung mit spirituellen Themen, die einem einen Gefühlsrausch verpassen. Das gibt es, und oft ist es ein so genannter Anfängerfehler. Zu Beginn ist alles so neu und unglaublich, dass man meint, man könne die Welt damit umkrempeln und Dinge erleben, die wir sonst nur aus Science-Fiction oder Fantasy-Filmen kennen. Also begeben wir uns auf Höhenflüge - um irgendwann wieder hart in der Realität zu landen...das kann echt schmerzhaft sein.

Aber diesen Aspekt alleine meine ich nicht.

Ungeerdet bist du auch dann, wenn du beispielsweise mit deinem Leben dauerhaft  unzufrieden bist und/oder ein traumatisches Erlebnis dich in der Vergangenheit aus der Bahn geworfen hat. Solche Menschen verspüren oft eine ständige innere Anspannung.  Sie fühlen sich vielleicht gehetzt und verfolgt und/oder nervös und unruhig. Sie akzeptieren ihr Leben, wie es ist ungern.
Ich vergleiche das gerne einem Baum, der auf einer Wasserader wächst. Der Arme, er kann nicht entfliehen. Trotzdem sehen wir den "Fluchtinstinkt" sehr schön am krummen Wuchs...er versucht die Flucht zu ergreifen, obwohl es technisch unmöglich ist. Genau das versuchen auch ungeerdete Menschen... sie versuchen sich geistig aus der Affäre zu ziehen, obwohl sie im Körper "gefangen" sind.

Welche Folgen hat das?

Solche Menschen sind mit dem Geist nicht präsent. Kein Wunder, er schwebt ja auch zum Teil über dem Körper oder wird von diesem, wie ein Luftballon an einer Schnur, bei jeder Bewegung mit gezogen. Der Geist ist mit dem Körper zwar verbunden, aber nicht ganz IM Körper drin.
Das zieht nach sich, dass wir uns ständig müde und schlapp fühlen, wir funktionieren nur mit halber Kraft, deshalb fällt es uns schwer, uns zu konzentrieren...unsere Bewegungen sind unkoordiniert und fahrig.
Hält dieser Zustand über viele Jahre an, passiert noch etwas: Wir verlieren den Kontakt zu unserem eigenen Selbst, wir fühlen unsere eigenen Energien, sprich uns selbst nicht mehr vollständig und beginnen das Ganze eventuell im Außen zu suchen.
Solche Menschen tendieren dazu, auch Minderwertigkeitskomplexe zu haben, denn sie fühlen nicht mehr, wie schön ihre Seele eigentlich ist...wie sehr sie leuchtet...die Geborgenheit in sich selbst fehlt, darunter leidet auch die Selbstliebe.

Nun könnte ich euch sagen:

Mehr Selbstliebe und alles ist paletti. Versuch mal einem Menschen, der schon ganz taub in sich selbst ist, etwas von Selbstliebe zu erzählen...schwierig.


Wie kann es denn trotzdem gehen?

Zunächst einmal ist es wichtig, diesem Fluchtinstinkt Einhalt zu gebieten. Das erfordert erst einmal richtig Mut. Warum? Weil es bedeutet inne zu halten, und sich mit sich selbst auseinander zu setzen, hinzusehen, sich zu fragen: Was stimmt in meinem Leben nicht? Warum möchte ich fliehen? Schauen wir hin, bemerken wir eine Menge Baustellen - das kann echt erschreckend sein! Ja, wirklich so erschreckend, dass wir die Hände über den Kopf schlagen und sagen: "Du meine Güte, ist das MEIN Leben?" Dann kann es zu einer echten Depriphase kommen, in der wir uns selbst bemitleiden, was für arme Würstchen wir sind...aber keine Angst: Das ist vollkommen in Ordnung, so lange es nicht Überhand nimmt. In dieser Phase dürfen wir sanft und geduldig mit uns sein.
Der nächste Schritt ist, sich zu fragen: Wie sähe für mich ein glückliches Leben aus? Jetzt schwelgen wir in Gedanken und lassen unserer Fantasie freien Raum. Wenns und Abers werden beiseite geräumt, wir stellen uns theoretisch vor, was in unserem glücklichen Leben anders wäre.
Nun fragen wir uns: Was kann ich tun, damit ich dorthin komme? Jetzt schieben sich oft die ganzen Einwände dazwischen, die Wenns und Abers und ich kann nicht, weil... auch eine normale Reaktion, schließlich erscheint der Berg vor dem wir stehen...riesig, immens, unüberwindbar.
In solchen Momenten, in denen alles wirklich unmöglich erscheint, können wir uns sagen: "Es gibt immer eine Möglichkeit! Ich habe sie nur noch nicht gesehen!" Dabei denke ich gerne an das Efeu, langsam tastet es sich an der Häuserfassade vorwärts und wenn es eine rissige Stelle im Putz findet, dann setzt es sich dort fest und arbeitet dort weiter...

Das Leben ist ein Vorwärtstasten...

sicher können wir Pläne schmieden was wir erreichen möchten, aber die Wege dahin, die sollten nach Möglichkeiten flexibel sein, so überlassen wir es der höheren Macht, uns zu unserem Ziel zu führen...während wir Schritt für Schritt gehen...und die Möglichkeiten, die sich uns bieten, wahrnehmen.
Und während wir das tun, sprechen wir mit unserem Körper, erklären ihm, dass das Wurzelchakra zu ist, und wir deshalb ungeerdet sind, wir machen ihn darauf aufmerksam, dass es schön wäre, dieses zu öffnen, und dass die Angst und der Fluchtinstinkt, der sich mittlerweile energetisch in unseren Zellen festgestetzt haben, sich auflösen werden, um einem wohligen kraftvollen Gefühl der Sicherheit, Stärke und Geborgenheit Platz zu machen.
Wann immer wir etwas tun, sind wir ganz bei uns, denken nicht an Morgen oder an etwas anderes, wir lenken unser Gefühl und unsere Aufmerksamkeit in unsere Körpermitte und dort verweilen wir so lange es geht. Wir gehen in uns, und möchten uns gerne fühlen...ja ich weiß wie sich andere anfühlen, aber wie fühle ich mich selbst eigentlich an? Und plötzlich merken wir: Oh, ich fühle mich ja gut an...und dann beginnt die Reise auf dem Weg zur Selbstliebe.  😄

Die Folgen?

Wir sind präsenter, nichts kann uns so leicht mehr aus der Bahn werfen. Die Menschen um uns herum nehmen uns leichter wahr. Wir fühlen uns vielleicht kraftvoller und unsere Bewegungen sind wahrscheinlich geschmeidiger. Wir fühlen uns angekommen.

Alles Liebe und viel Glück wünscht euch
Eure Alina








Sonntag, 3. September 2017

Gott erfüllt deine Wünsche...

Möchtest du Kontakt zu Naturwesen? Dann wünsche es dir...
er zeigt dir, wonach dein Herz schlägt...er schaut in deinen Kopf und formt deine Realität...

Gott erfüllt mir meine Wünsche. Im Laufe meines Lebens habe ich immer wieder Bitten an ihn gerichtet, gesagt: Lieber Gott, bitte erfülle mir diesen Wunsch und jenen Wunsch...und wisst ihr was? Er hat es wirklich getan! Nicht zu dem Zeitpunkt, an dem ich es mir erhofft hätte, nicht auf den Wegen, die ich mir so zurecht gelegt habe...und wenn er dann erfüllt war, merkte ich: Huh, die Konsequenzen dieser Wunscherfüllung fühlen sich ganz anders an, als ich mir so gedacht habe, und sie zeigen sich auch anders...dann habe ich geschmunzelt und mir gesagt: Nun, Kind, du hast es so gewollt. Und dann bin ich dankbar.
Nun alle Wünsche sind noch nicht erfüllt, denn deren Erfüllung benötigt vor allem eines: Zeit! Wie viel? Keine Ahnung...aber wir haben sie ja...ein ganzes Leben darf ich damit zubringen, einfach zu vertrauen, dass alles kommt. Manchmal schiebt er mich an, der liebe Gott, ich nehme Fahrt auf und werde megaschnell, dann wieder bremst er mich, sagt: Ja, nun hast du es, aber langsam, das geht zu schnell... Zack werde ich wieder auf mich zurück geworfen, aber stets mit einem Augenzwinkern, das sagt: Ist jetzt nicht...aber keine Sorge, behalte es im Hinterkopf, es kommt! Ehrlich...
Und ja, er liebt mich, der liebe Gott, denn auch wenn ich mal strauchle, er hat immer seine Hand unter mir gehalten, bevor ich allzu hart falle...das ist eine echte Gnade. Das ist für mich die Magie des Lebens..wie er mich so formt durch Liebe, Freude, aber auch Wut und Leid. Alle Gefühle, die wir empfinden, alles was wir denken und wollen und nicht wollen, das ist für ihn gleich wert...es ist wie eine Variable in einer Gleichung, und er liebt es, die Ergebnisse zu sehen...dann wird das Ergebnis neu berechnet, immer und immer wieder tauchen neue Variablen auf. Wenn wir lernen die Konstanten darin zu erkennen, erkennen wir trotz allen Zufalls den Roten Faden, der unser Leben durchzieht. Das ist wahres Bewusstsein, wahre Nähe zu Gott...und ja, er liebt uns 💗