Mittwoch, 13. Juni 2012

Mit Naturwesen kommunizieren...

Hallo,

heute möchte ich euch erklären, wie sich die Naturwesen, zu denen ich Kontakt habe, unterhalten:

Zunächst einmal haben sie ganz anders geformte Mundwerkzeuge und einen anders gebauten Kehlkopf wie wir, so dass sich ihre Stimmen für Menschenohren fremdartig anhören. Wenn ihr im Wald seid und eine Stimme vernehmt, die ihr weder zu einem Tier noch einem Menschen zuordnen könnt, sondern als etwas empfindet, das sich dazwischen bewegt - dann habt ihr garantiert ein Naturwesen gehört - und zwar, ja, mit euren Menschenohren ;)!
Menschen ist es unmöglich die Laute nachzumachen, die Naturwesen so von sich geben. Folglich wäre es uns nicht möglich ihre Sprache ohne Verluste zu sprechen.

Nun sehen die meisten Menschen Naturwesen ja noch nicht, kommunizieren aber dennoch mit ihnen! Hier mag es vielleicht helfen, euch zu zeigen wie Naturwesen sich untereinander unterhalten:

Naturwesen sind Halbtelepathen. Das bedeutet: Sie unterhalten sich mit einer Mischung aus gedachten Bilder, Gesten und Gesprochenem. Hier ein Beispiel:

„Rotkehlchen“: (Bild eines Vogels mit roter Kehle) + nachahmender Laut des zwitschernden Vogels. Die Aktion des Vogels wird eventuell mit einer Geste unterstrichen, z.B. einer wehenden Handbewegung für „fliegen“ mit dem anschließenden Deuten nach Osten.
Das bedeutet: „Ich habe ein Rotkehlchen gesehen, das nach Osten geflogen ist.“ So sind die Laute des zwitschernden Rotkehlchens zum Wort selbst geworden! Die Laute, die beim Nachahmen des Vogels entstehen, sind für Menschen nicht aussprechbar und geographisch vielfach unterschiedlich, je nach der künstlerischen Freiheit der Nachahmung. 


Im Gegensatz zu den Naturwesen denkt der Mensch weniger in Bildern und sehr viel mehr in Worten. Das ist ein Effekt der Erfindung des griechischen Alphabets, das uns erlaubt hat, von einer Bildersprache in eine abstrakte Buchstabensprache zu wechseln. Wir ahmen nicht den Ruf des Vogels nach, sondern achten z.B. auf eine Beschreibung: Vogel mit roter Kehle = „Rotkehlchen“.
Will sich ein Naturwesen mit uns unterhalten, ist es für ihn schwierig, uns zu verstehen, denn er kann mittels Telepathie nur die Worte sehen, die wir denken, nicht aber das Bild dazu. Er nimmt „Rotkehlchen“ in Deutsch wahr, kann das Wort aber nicht in ein Bild übersetzen. 

Was hilft also? Wenn du einem Naturwesen sagen möchtest, dass du ein Rotkehlchen gesehen hast, erstelle in deinem Kopf ein Bild des Vogels und am Besten auch ein Bild wo du es gesehen hast, indem du die Landschaft ebenfalls zu einem Bild in deinem Kopf formst. Sag dazu laut auf Deutsch: "Rotkehlchen" sowie "Berg X". Nun versteht dein Gesprächspartner, was die Lautfolge "Rotkehlchen" zu bedeuten hat und es weiß wie der Ort aussieht wo du es gesehen hast und wie du diesen Ort nennst. Wenn du noch erklären willst, was das Rotkehlchen getan hat, nimm deine Hände und Mimik zu Hilfe. Zeige z.B. Fliegen, indem du die Hände/ Arme bewegst und zeige mithilfe deiner Mimik wie du das was du gesehen hast, einschätzt - ob du es toll findest oder nicht...Du wirst sehen, das Naturwesen versteht dich viel besser!

Ich habe eine Art Esperanto-Naturwesensprache entwickelt. Es ist eine Abwandlung dessen was sie sprechen und für Menschen speziell gemacht, damit auch sie Naturwesensprache (wenn auch etwas modifiziert) erlernen können. Die Nutzung dieser Sprache erleichtert die Kommunikation in Verbindung mit gedachten Bildern, Gestik und Mimik nocheinmal mehr! Da sie ein Derivat sehr vieler Dialekte ist, werden die Worte besser verstanden als Deutsch, auch wenn sie ohne Gedankenbilder gesagt werden:

Hier ein Beispiel für euch:

Deutsch: „Die Kopfhörer liegen auf dem Tisch.“

Naturwesen-Esperanto: Haanr aat bòdarth uut.“

Wörtl. Übersetzung:
Doppelt hören („haanr“), auf, übergeordnet („aat“), flache Fläche, Boden („bòdarth“), unter („uut“)

Übersetzung im förmlichen Sinne:
„Doppeltes Hören ist übergeordnet auf untergeordneter flacher Fläche.“

Zeige nun das Bild eines Kopfhörers auf dem Tisch, und das Naturwesen versteht dich zu 100%. Es weiß zudem, auch wenn es bisher keine Kopfhörer kannte, dass diese Dinger, die du ihm da zeigst, zum doppelten Hören gut sind, also dass man mit ihnen etwas besser hören kann!

Dieses Naturwesen-Esperanto verwende ich in meinen auf dem Weg der Veröffentlichung oder Entstehung sich befindlichen Romanen! Sie zeigen euch sehr schön auf welchen Bedeutungsebenen sich auch die reine, für uns nicht aussprechbare Sprache der Naturwesen bewegt. Das Esperanto ist als Derivat grammatikalisch, strukturell und inhaltlich nach sehr ähnlichen Gesichtspunkten aufgebaut und zeigt sehr schön wie Naturwesen ihre Welt wahrnehmen und anderen vermitteln!

Liebe Grüße
Alina

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