Mittwoch, 20. Februar 2013

Naturwesen-Architektur - eine Frage der Schwerkraft

Hallo zusammen,

heute möchte ich euch gerne exklusiv Naturwesen-Architektur vorstellen, und zwar anhand gezeichneter Skizzen und realer Fotos, die ich einwenig aufgearbeitet habe. In diesem Fall stelle ich euch gnirische Bauten vor.

Wie bauen Naturwesen?

Während Menschen mithilfe eines Fundaments, Wänden und einem Dach ein ganz neues Gebäude erschaffen, orientieren sich Naturwesen an dem was in der Natur schon da ist. Wie wir Menschen, sind auch sie auf stützende Elemente angewiesen, damit die Behausung nicht in sich zusammen kracht. Diese stützenden Elemente werden in der Natur gesucht und gefunden. So werden Astgabelungen und -Stellungen dazu benutzt, um eine Konstruktion darum herum zu formieren, die hält.

Hier seht ihr eine Eiche:

Diese Eiche gibt es wirklich. Ich habe sie abgemalt, aber nicht fotografiert. Sie steht am Waldesrand bei uns im Ort. Für eine vergrößerte Ansicht klickt auf das Bild.
Betrachtet einmal die korbartigen Konstruktionen aus jungen Zweigen. Sie sind am jeweiligen Ast fixiert und stellen Junggesellenwohnungen dar, die oft in den unteren Bereichen eines Baumes zu finden sind.
Weiter oben kann man schon Plattformen zwischen dicke Äste klemmen, jene Behausungen, die darauf sortiert werden, sind den Familien vorbehalten.

Naturwesen und Schwerkraft:

Naturwesen, und darin sind Gniri mit eingeschlossen, können sich die Gesetze von Schwerkraft einerseits zunutze machen, andererseits auch umgehen. Was bedeutet dies für ihre Behausungen?
Wohnt man, wie ein Gniri, so liegt man, wie im oberen Bild deutlich, manchmal mit dem Gesicht oder den Füßen nach unten. Das macht diesen Burschen aber gar nichts aus, weil sie den Raum um sich herum so kippen können, dass der Ast den Schwerkraftmittelpunkt bildet und nicht der Waldboden. Sie modifizieren die Schwerkraft.

Der erste Bewohner macht es für sich so:




Der zweite macht es so:




Beide Gniri werden von ihrer Schwerkraft gegen den Ast gedrückt. Das bedeutet: Egal wie herum sie liegen, sie liegen bequem und haben nicht wie ein Mensch das Gefühl, sie würden nach unten hängen.
Bei uns Menschen ist das anders! Unsere Körper werden von der Schwerkraft immer gen Boden gezogen.
Deswegen kann ein Naturwesen viel schneller einen Baum hochklettern wie wir. Das ist wie wenn wir auf dem Spielplatz über einen auf dem Boden liegenden Balken turnen.

Nun zeige ich euch eine weitere Behausung und stelle das reale Foto neben das gezeichnete.

So sieht der Baum in realo aus (für eine vergrößerte Ansicht klickt auf das Bild):



So fügt sich die Behausung im Baum ein:


Der Baum ist winzig. Da würde sich der Mensch fragen: Wie passt ein kindsgroßer Gniri auf einen solchen Baum? Die Antworten lauten: Gewicht ist bei ihnen ein anderes! Naturwesen sind von Haus aus nicht so schwer wie wir Menschen. Mein Begleiter ist so groß wie ich, und wiegt nur halb so viel wie ich. Wiege ich also um die 57 kg sind es bei ihm nur 27. Seine Schwester ist ein Leichtgewicht von 17 kg bei etwa einer Körpergröße von ca. 1.70M.
Außerdem können sie ihre Körpergröße verändern. Zwar sind sie aus Fleisch und Blut und haben Körper, aber wie dieser Körper funktioniert, ist dehnbar.

Als Schmankerl zeige ich euch noch eine Kinderwiege (für eine vergrößerte Ansicht, klickt auf das Bild!):



Betrachtet einmal die Struktur: Es ist ein Komplex umgestürzter Baumverästelungen mit einem kreisförmigen Stützelement in der Mitte. Die roten Linien zeigen die geflochtenen Streben rund um das Bett. Dort lässt sich eine Abdeckung rundherum um die Wiege fixieren, so dass sie bei Schlechtwetter abgedeckt ist und das Kind nicht nass wird. Das kreisförmige Element wird ebenfalls so verflochten, dass eine Unterlage entsteht, auf der das Kind liegen kann.

Hier weitere Ansichten der Wiege ohne Linien:


Die innere Liegefläche:



Das hier sind typisch gnirische Bauten. Dhàrdhats haben andere.
Wenn ihr durch die Natur geht, seht ihr ganz viele solcher naturwesischer Lebensspuren und zwar real mit euren Menschenaugen.

Ich überlege diesen Sommer ein Erlebniswochenende zu gestalten, in dessen Rahmen ich Interessierten solche Bauten in realo zeige und auch darauf verweise was jeder von euch tun kann, um sie egal in welcher Landschaft ganz leicht zu erkennen! Wenn ihr Lust habt, oder es euch vorstellen könnt, mitzumachen, gebt einfach Laut. Dann plane ich das Ganze so, dass es für uns alle ein schönes Wochenende wird. Was die Kosten anbelangt, so würde ich es auf Spendenbasis machen - also, dass jeder das gibt, was er/sie mag. Günstige Unterkünfte würde es bei Bedarf für euch auch geben. Übrigens, sucht in Google nach Hennef-Sieg, dann wisst ihr wo es ungefähr ist ;)

Gebt einfach ein Feedback, dass es euch reizen würde, denn letztes Jahr ist es leider wegen mangelnder Nachfrage ins Wasser gefallen.

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Alles Liebe
Alina


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