Samstag, 27. April 2013

Große Brennessel - eine alte heilsame Gemüsepflanze

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch über eine Pflanze berichten, mit der man nicht gerne in Berührung kommt, da sie Nesseln besitzt, die richtig brennen, wen man sie anfasst. Nicht umsonst hat die Brennessel (Urtica dioica) ihren Namen!

Schaut mal, hier habe ich ein schönes Bild (für eine vergrößerte Ansicht einfach darauf klicken):



Verwendung in der Küche:

Blätter: 

Jetzt sind die bis zu 1,5 Meter hoch wachsenden Pflanzen noch kleine Pflänzchen - und das ist auch gut so, denn die jungen Spitzen mit den kleinen Blättern eignen sich hervorragend als mineralstoffreicher Spinatersatz. In Pestos oder für Gemüsefüllungen eignet sich die Brennessel ebenso gut!
In Salaten lassen sie sich auch genießen, und zwar dann, wenn ihr die Blättchen 3 Minuten lang blanchiert und dann vorsichtig mit einem Nudelholz darüber walkt. Das löst die Nesselhaare ab.

Ich persönlich trockne sie, denn im Winter ist die Brennessel ein idealer Mineralstoff-Liferant. Nutzen werde ich sie als Tee und als Gewürz. Hierzu lasse ich die Pflänzchen ca. 1 Woche lang auf einem Küchentuch trocknen. Danach gebe ich sie in einen Mörser und zerstößel sie so lange, bis ich ein feines Pulver gewinne. Dieses Pulver könnt ihr mit Hilfe eines Siebs von den unverwertbaren Resten (z.B. Stängeln) trennen, indem ihr sie in ein Küchensieb gebt und dann mit einem Pinselchen sanft hin und her schiebt. Das Pulver rieselt in ein darunter liegendes Gefäß. Der Vorteil bei dieser Methode ist: Der Tee wird grün, und ihr könnt die Pflanze darin in Pulverform genießen.

Samen:

Diese können geröstet oder getrocknet als Gewürz verwendet werden. Die noch grünen Samen können Juli bis August ebenso wie die reifen Samen im Frühherbst zu Kräuterkäse gegeben werden.
Ich muss euch sagen, ich habe mit ihnen noch keine Erfahrungen gemacht. Wenn jemand von euch also Bescheid weiß, freue ich mich über ein Kommentar!

Blütenknospen:

Im Frühsommer lassen sie sich gut in Salate mischen. Sie schmecken einwenig haarig, aber sind insgesamt sehr lecker. Als Kind habe ich es geliebt Regenwasser aus ihnen heraus zu schlürfen, denn dieses vermengt sich mit dem Blütenstaub in den Kelchen und gibt ein leichtes und angenehmes Aroma.

Geschmack:

Spinatartig herb. Die Blüten sind leicht pelzig und leicht süß. 

Heilwirkungen:

  • Rheumatische Beschwerden
  • Verdauungsleiden
  • Da sie leicht harntreibend ist, regt sie die Nieren in ihrer Funktion an.
  • Gallenerkrankungen
  • Äußerlich angewendet kann sie als Sud bei fettigem Haar eingesetzt werden.
  • Blutreinigend und entgiftend
  • Die Brennessel enthält Enzyme und pflanzliche Hormone, die eine krebsvorbeugende Wirkung haben.
  • Senkt den Blutzuckerspiegel
  • Hemmt Entzüngungen
  • Lindert Prostatabeschwerden
Wichtig! Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Ziehe bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden unbedingt Deinen Arzt zu Rate.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen