Montag, 6. Mai 2013

Wie Naturwesen leben und was sie essen

Hallo ihr Lieben,


in der Welt, in der sie leben, sind Naturwesen als verkörperte Seelen ebenso auf Nahrung angewiesen wie wir hier auch. Bei der Frage, was Naturwesen essen, antworte ich: Alles was essbar ist!
Die Natur bietet im Frühjahr und im Sommer reichlich zu Essen, jedoch ist der Aufwand der Nahrungsbeschaffung und der Verarbeitung ungleich größer und zeitintensiver als bei uns Menschen.

Wir Menschen bauen z.B. Getreide im großen Stil an, halten uns z.B. Hühner, Rinder und nicht zuletzt Milchkühe, die uns mit allem Notwendigen versorgen. Die Bauern sind vielbeschäftigte Leute, die unermüdlich daran arbeiten, uns zu ernähren! Das Meiste geschieht maschinell!

Das was wir Menschen anbauen, bzw. uns halten, das suchen und erjagen sich die Naturwesen jeden Tag aufs Neue - und zwar in Handarbeit!

Frauenarbeit:

Frauen wandern umher und suchen Insekten und Kräuter.
Mit ihnen ziehen die jungen Mädchen - denn sie sollen das Handwerk von der Mutter ja erlernen.
Die Kleinsten werden noch Huckepack im Fell oder in Körben mit getragen, aber anders als bei uns Menschen werden die jungen Naturwesenkinder sehr schnell daran gewöhnt selbst zu laufen und vor allem: Bei der Nahrungsbeschaffung mit zu helfen! Aus Naturwesensicht verhätscheln die Menschen ihre Kinder sehr.
Mit ihren kundigen Händen und flinken Krallen schauen die Frauen und Mädchen unter jedem Stein nach Insekten, graben in der Erde nach leckeren Regenwürmern und Wurzeln und zupfen Kräuter - und zwar in großen Mengen.
Wer je versucht hat, sich ausschließlich von dem was im Wald wächst oder kriecht zu ernähren, wird erkennen, dass er sehr viel davon braucht, um satt zu werden. Gniri-Familien haben im Durchschnitt 10-15 Kinder, und Dhàrdhats leben in großen Gemeinschaften - da muss schon viel zusammen kommen, und alle helfen mit!

Männerarbeit:

Die Männer gehen oft anderen Dingen nach. Sie gehen jagen und erlegen kleinere und größere Wildtiere. Jedoch wird aufgepasst, dass man den bestehenden Bestand nicht ausrottet.
Sie gehen auch oft dem Handwerk nach - beispielsweise gibt es hier in der Nähe mehrere Sippen, die sich auf die Herstellung von Rehhaarmatten spezialisiert haben. Werkzeuge, wie z.B. ein Kultivator, werden selbst hergestellt, um die Erde leichter umzuwühlen. Bei den Gniri gibt es die Handwerkeschicht der Werkzeugmacher! Nicht wenige davon ziehen umher und bieten diese Waren auf Märkten an.

Wie wird die Nahrung verarbeitet?

Bei den Naturwesen sind pflanzliche und tierische Fette sehr begehrt - denn sie sind in der Herstellung sehr aufwändig. Aber sie werten die Nahrung extrem auf! Die gesammelten Pflanzen werden zerrieben und gerne damit gemischt. Auf diese Weise werden sie bekömmlicher! Die Insekten sammelt man in kleinen Behältern mit Deckel und isst sie so!

Hinzu gesellen sich unterschiedliche Techniken der Sirupherstellung aus den unterschiedlichsten Pflanzen. Sirup nutzt man gerne zum Einlegen und Konservieren von Tierischem für den Winter. So sind in Sirup eingelegte helle Nacktschnecken eine wahre Delikatesse. Die Schwarzen werden auch genommen, gelten jedoch als minderwertig, die Roten schmecken nicht.

Salz ist sehr teuer und daher rar. Wer dennoch darauf zugreifen kann, konserviert so Fleisch und Insekten für den Winter!

Aus Bucheckern und anderen Samen wird eine Art Mehl hergestellt. Dieses vermischt man gerne mit Sirup zu einem süßen Brei/Brot. Das gilt als Grundnahrungsmittel.

Insekten und Fleisch von Wildtieren werden in der Hauptsaison lebend bzw. roh gegessen!
Bei Hirschen gilt die Leber als Delikatesse. Sie wird vor Ort gegessen und ist oft ein Privileg, das nur die Jäger genießen. Ansonsten wird das rohe Fleisch gerne mit Essig und Öl angerichtet, dazu gibt es dann getrocknete Kräuter, die wie ein Gewürz mit in die Marinade kommen. Grundsätzlich nutzt man von dem erlegten Tier alles! Nur das was wirklich ungenießbar ist, wirft man weg!
Manchmal tut man zu der Ölmischung noch etwas Blut dazu. Besonders im Winter gilt das als sehr kräftigend und gesund, denn Blut ist sehr nahrhaft. Nicht umsonst gibt es bei uns Menschen z.B. Blutwurst.


Kennen Naturwesen Hunger?

Die Antwort lautet : Ja! Durch die menschliche Besiedlung sind die Territorien der Naturwesen stark geschrumpft. Sie leben überall dort wo noch ein Flecken Grün ist - und das ist auch in den Grünstreifen zwischen den Autobahnen!
Oft haben sie das Problem, dass zu viele auf zu wenig Raum leben. Zu viele Mäuler müssen von zu wenig Ressourcen gefüttert werden! Nicht selten gehen Naturwesen, wenn sie es den können, notgedrungen auch in Menschenhäuser und leben dort!
Im Frühjahr und Sommer ist das Naturwesenleben schön: Genauso wie sich Mensch das vorstellt - ein freies Leben in der freien Natur. Hier und da ein Fest und offene und tiefe Liebe!
Im Winter wird es jedoch eines: ungemütlich! Zwar ziehen sich die Naturwesen gerne in unterirdische Höhlen zurück, jedoch kennen sie keine Zentralheizung, und auskommen müssen sie mit dem, was sie vorher bevorratet haben! Oft geht die Nahrung aus, bevor das ersehnte Frühjahr und die Fülle kommen! Nicht selten sterben im Winter die meisten Kinder.
Im Winter werden jedoch auch die meisten gezeugt, denn was gibt es für einen besseren Zeitvertreib in dunklen Wintertagen als die Liebe? Durch enges Aneinanderkuscheln und körperlicher Liebe wird einem warm!








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