Sonntag, 16. Juni 2013

Ich möchte Naturwesen sehen...

Hallo ihr Lieben,

in Unterhaltungen mit einer Vielzahl an Menschen teilen mir sehr viele mit, dass sie unheimlich gerne Naturwesen sehen möchten.

Ich selbst begegne dieser Aussage oft mit gemischten Gefühlen, warum?

Nun, viele spirituelle Menschen berichten oft von "paranormalen" Erlebnissen. Darunter fallen z.B. folgende Dinge:

  • Ein kalter Lufthauch auf der Haut, obwohl alle Fenster und Türen geschlossen sind
  • Eine sanfte Berührung, z.B. an der Wange - aber keiner ist da. Die Stelle kribbelt und fühlt sich einwenig an wie ein eingeschlafener Fuß.
  • Man sieht vorbei huschende Schatten aus dem Augenwinkel
  • Nachts hört man tappende Schritte in der Wohnung. Türen gehen auf und wieder zu.
  • Man hört Stimmen, unterlegt mit einem Störrauschen, wie z.B. wenn ein Radiosender noch nicht ganz richtig eingestellt ist.
Und nun frage ich euch: Wenn ihr das lest, wie fühlt ihr euch? Habt ihr eine Gänsehaut? Ist euch gruselig zumute? Und, würdet ihr dasselbe erleben wollen?

Viele Menschen, denen ich das erzählt habe, schüttelten sich und sagten: "Oh, meine Güte würde ich mich erschrecken."

Zum Thema zurück:

Wenn ihr euch davor erschreckt...um wieviel mehr würdet ihr euch erschrecken, wenn von einem Moment auf den anderen ein auf den ersten Blick bizarr aussehendes Wesen vor euch erscheint?
Nun, meine Lieben, das ist EIN Grund, weswegen viele einfach keine Naturwesen sehen.

Ich selbst kann die oben genannten Punkte erleben, ohne schreiend davon zu laufen, aber selbst ich bin noch nicht bereit, alles zu sehen. Und so werde ich Schritt für Schritt heran geführt...immer ein bisschen weiter und immer ein bisschen mehr. 
 
Der zweite Punkt ist jener der Verantwortung:

Viele Menschen wollen fremde Wesen, seien es Lichtwesen, Naturwesen u.a. einfach sehen, weil sie neugierig sind.
Nur merken sie nicht, dass damit auch eine gewisse Verantwortung einher geht. Denn sobald du jemanden siehst, interagierst du mit ihm/ihr und - du übernimmst Verantwortung.

Verantwortung? Werdet ihr euch fragen, worin liegt eine Verantwortung, wenn ich etwas bloß sehe und ein paar Worte mit dem Individuum wechsle?

Nun, du musst lernen, dass dir nicht alles, was der Andere sagt oder tut gefällt - und: du kannst nicht mehr wegsehen! 
Du kannst nicht mehr sagen - "Ah, der ist in einer Astralwelt, die gaaanz weit weg von meiner ist!" Löchert dich ein Gniri im Wald mit vielen Fragen, siehst du ihn! Du hörst ihn, du spürst, wie seine langen bekrallten Finger durch dein Haar fahren, du hörst wie er gurrt, und wie er an dir schnuppert...
Deine "geistigen" Begleiter sind auf einmal gar nicht mehr so geistig. Sie treten für dich materiell sichtbar in Erscheinung. Sie ermahnen dich, lehren dich, und: du erkennst, dass es nicht nur bloße Helferschablonen sind, die immer da sind, wenn du was brauchst, aber sonst keine eigenen Bedürfnisse haben. Denn Fakt ist: Jedes Wesen hat seine eigenen Bedürfnisse.
Die Frage ist: Erkennst du sie? Oder ist es selbstverständlich für dich, dass dein Begleiter immer da ist, immer zu deiner Disposition bereit steht, dir immer hilft - selbst aber nichts braucht?

Ich habe gelernt, dass mein Begleiter manchmal auch Kopfschmerzen hat. Er kann mir nicht andauernd zuhören, wenn ich mies drauf bin. Und, er darf mich auch mal schelten und mir sagen: "Alina, halt bitte den Mund, ich ertrage dein Gelaber gerade nicht!"

Ich kenne ihn nun, und ich kenne seine guten und seine schlechten Seiten, aber - und nun kommt die Verantwortung: Ich liebe ihn auch so! 

Manchmal, da spüre ich, dass es ihm schlecht geht, und ich frage ihn: "Geht es dir nicht gut? Was hast du?" Und dann fühle ich mich einmal in ihn rein und versuche herauszufinden, mit welchen Herausforderungen er sich gerade herum schlägt...und dann gebe ich ihm Rat so gut ich kann.

Manchmal tut er Dinge, die kulturell bedingt sind. Naturwesen haben ein starkes hierarchisches Denken, damit zu hantieren ist nicht immer einfach. Und, sie essen Insekten und rohes Fleisch!
Nur allzu gerne beschwichtigen sich spirituelle Menschen mit dem Gedanken, dass Naturwesen von Natur aus hochschwingender seien und sich deshalb nur von Lichtnahrung und Kräutern ernähren...Die Frage ist: Kannst du in einen Tiegel schauen, in dem eingelegtes Muskelfleisch in einer roten Sauce schwimmt und dem Naturwesen dabei zusehen wie er es unter Schmatzen verschlingt?

Ihr seht: Naturwesen sehen bedeutet nicht nur, seine Neugier zu befriedigen, es ist Arbeit - Arbeit an einem selbst und an seinen Gesprächspartnern!

Wenn ihr also Naturwesen sehen wollt, betreibt ersteinmal eine Innenschau:

Warum möchte ich Naturwesen sehen? Möchte ich sie wirklich sehen oder stehen andere Bedürfnisse dahinter, die ich bisher an mir verleugnet habe?

Oft ist es so, dass wir innerlich ausgehungert sind. Wir haben uns so sehr von der Natur entfernt, dass wir danach dürsten wieder mit ihr verbunden zu sein. Wir möchten nicht mehr allein sein, wir möchten die Verbundenheit mit Mutter Erde spüren.
Das ist ein sehr löblicher Impuls, und ich kann euch nur empfehlen, diesem nachzugehen...aber mit den Naturwesensehen...wartet einfach, bis sich die innere Bereitschaft dazu einstellt. Dann...und nur dann werden sich die für euch richtigen Erlebnisse Stück für Stück einstellen, und ihr werdet sanft heran geführt - ohne, dass ihr euch zu Tode erschreckt!

Herzlichst
Eure Alina


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