Montag, 5. Mai 2014

Wanderndes Steinvolk

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch einen interessanten Mann vorstellen, den ich durch Zufall im Wald kennen gelernt habe.
Ihr werdet euch sicher fragen, wie so etwas gehen kann. Mittlerweile gelingt es mir, die Wohnorte von Naturwesen innerhalb der sichtbaren Vegetation zu erspähen. So fiel mir auch diese Wurzel schon von Weitem auf, als ich spazieren ging.
Lange Zeit habe ich mich nicht getraut, dort hin zu gehen, ich möchte die Privatsphäre dieser Leute ja nicht stören. Irgendwann hat er jedoch gemerkt, dass ich neugierig war, und ich durfte sein "Haus" besuchen und mir näher ansehen. Schaut mal:

Klick auf das Bild für eine vergrößerte Ansicht:


Das was für uns wie eine Wurzel aussieht, ist eigentlich seine Wohnung. Ich stelle mir das Ganze aus wie eine Art Zelt vor.

Mit seiner Erlaubnis darf ich euch auch etwas über den Mann selbst erzählen:


Über seine Spezies:

Er gehört der Spezies der Petrueth an, übersetzt heißt das Steinvolk. Das nennt sich deswegen so, weil es in Gebieten der Erde lebt, wo viel Stein und wenig Vegetation vorherrscht.
Diese Spezies wohnt u.a. entlang der westlichen Ausläufer Schwedens. Vereinzelt finden wir es auch in den nordischen Ländern, wie z.B. Finnland oder Norwegen. Dort haben sie Kontakt zu Dhàrdhats. Die Verständigung gelingt dort in der Sprache der Letzteren. Als Adelsgeschlechter haben Dhàrdhats einst diese Leute aus ihrer Heimat zum Teil verschleppt und sich Untertan gemacht - eigentlich stammen die Petrueth aus Großbritannien und aus dem Norden und Osten Estlands.
Schätzungsweise leben heute 1,7 Mio Petrueth auf der Welt.

Über das Aussehen seiner Spezies:
 
Petrueth sind nicht besonders groß. Sie bringen es gerade mal auf 0,80 bis 1,30 M wobei Letztere schon wahre Hühnen sind. Ein Meter ist so der Durchschnitt. Ich muss mich zu dem Mann richtig herunter beugen, denn er ist nicht nur klein, sondern auch sehr schmal. Trotzdem ist sein Körperbau sehnig und durchtrainiert.
Deren Hautfarbe ist heller als z.B. jene von Dhàrdhats oder Gniri. Sie geht in Richtung Hellgrau. Ihre Besonderheit ist die Kürze ihrer Krallen. Sie sind kleiner, gedrungener und am Ende tropfenförmig spitz zulaufend. An den Füßen haben sie, wie Menschen, jeweils 5 Zehen - es fehlen ihnen die seitlichen Greifzehen vieler anderer Naturwesenspezies.


Über ihn:

Er selbst ist ein so genannter Thui'thi'daar - dies ist eine Bezeichnung aus der Sprache der Dhàrdhats und wird abgeleitet von Herr und Anführer. Anders als ein Nìdaar ist er nicht der Herr über Hof, Haus und/oder Verwalter eines Fürstentums, sondern die angesehene Persönlichkeit eines Gebiets, über das er nicht selbst gebietet. Er ist zugezogen und hat sich bei den ortsansässigen Naturwesen Ansehen verdient, indem er ihnen z.B. als Heiler zur Seite gestanden hat. Er hat eine beratende, aber keine führende Position. Sein Lendenschurz mit dem Überwurf zeigt sehr schön seinen Stand. Der weiße Stoff mit der blauen Borte symbolisiert ihn. Den Stab habe ich ihm in die Hand gegeben, weil vor seinem Haus eine Art Pfahl steht, das seinen hohen Stand kennzeichnet:




Er ist schon früh aus seiner Heimat ausgezogen, hat lange Zeit bei und mit den Dhàrdhats im hohen Norden gelebt und spricht daher auch deren Sprache. Seinen Titel erwarb er auch, weil Druiden ihm viel beigebracht haben. Jedoch hat er den Druidentitel selbst nicht erworben. Er ist sehr stolz auf das was er bisher erreicht hat.
Er wurde 1127 in Cornwall geboren und ist schon als Jüngling mit Barden, dann aber auch mit anderen druidischen Vertretern umher gezogen. Er kann die römischen Zahlen lesen, spricht etwas Altgriechisch und kennt sich im Rahmen der Medizin und Heilkunst u.a. mit lateinischen Bezeichnungen und deren Bedeutungen aus. Unterhalten kann man sich mit ihm hauptsächlich in der Sprache der Dhàrdhats aus dem hohen Norden.
In der Wurzel wohnt er seit ca. 20 Jahren. Davor hat er ganz in der Nähe gelebt. Die Wurzel als Wohnort zeigt sein hohes Ansehen im Gebiet an.

Über seinen Charakter:

Er ist ein sehr stolzer und ehrwürdiger Mann - so habe ich ihn jedenfalls kennen gelernt, dabei freundlich und zurück haltend. Hat er gerade keine Zeit mehr für mich, sagt er es mir jedoch. Über das Bild hat er sich sehr gefreut. 

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