Freitag, 15. August 2014

Naturwesen im persönlichen Leben...

Hallo zusammen,

neulich las ich einen liebenswerten Bericht eines Paares, das einem Naturwesen geholfen hat, aus einem beschädigten Lebensraum in einen intakten umzuziehen. Die Bitte wurde erhört und alsdann sorgsam ausgeführt. Dem Naturwesen wurde sogar eine Figur gewidmet - mit dem Namen, den die beiden von ihm erhalten hatten.
Ich finde, das ist für das Naturwesen eine hohe Ehre - eine eigene Figur und der Umzug! Daran erkennt man, dass sich die Menschen doch immer mehr den Wesen der Natur helfend widmen. 
Und trotzdem gab es einige Zeilen in dem Bericht, die mich etwas störten, denn sie verrieten eine persönliche Distanz zu diesem Lebewesen, das mir selbst ans Herz geht. Immer dann nämlich, wenn dieses Naturwesen in die unmittelbare private Sphäre der Menschen "eindrang" - wurde ihm freundlich aber bestimmt erklärt, dass sein Platz draußen sei!

Einige andere Menschen, die mich nun gerade freundlich gebeten haben, ein Bild von jenen Naturwesen zu zeichnen, die bei ihnen sind (bin gerade dabei ;)) - erklärten mir auf meine Nachfrage hin, ob sie denn etwas Persönliches über ihre Besucher wüssten, dass dies der Fall sei. Sie erzählten mir überglücklich etwas über die Vorliebe der Naturwesen für Schokolade oder wie gerne sie sich in dem eigens für sie liebevoll gezimmerten Zwergenhäuschen gemütlich machen - aber das meinte ich damit nicht.
Ich sagte: "Okay, dass ihr das wisst ist schon sehr schön, aber was wisst ihr über den und den denn persönlich? Was wisst ihr über seine Vergangenheit, über seine Gedanken und Gefühle? Was wisst ihr über seine Kultur?" Da kam eine recht stutzige Antwort, in welcher mir der Mann offen sagte: "Du, also ehrlich gesagt, weiß ich nichts darüber!" Was ich dann außerordentlich fand, war, dass er zugab, Angst davor zu haben, die Naturwesen a) in sein unmittelbares privates Umfeld zu lassen und b) mehr privates über sie zu wissen.
Stattdessen erkenne ich in den Berichten der Menschen oft die Tendenz, den bestehenden Kontakt zu verniedlichen. Sie seien ja so spaßig und so süß und quirlig usw.
Dieses Verhalten ist ein ganz normaler und sehr menschlicher Schutzmechanismus:

Versteht mich nicht falsch:

Mit Privates Umfeld meine ich nicht, den Umstand, dass sie vielleicht in eurem Haus herum turnen und Schokolade naschen, sondern die Teilhabe an euren intimsten Gedanken und Gefühlen - ebenso wie euer Interesse an deren instimsten Gedanken und Gefühlen und an ihrer Mentalität! Um aber an die heran zu kommen, müssen wir offen für Neues und vielleicht sogar bahnbrechendes-irritierendes sein!
Da offenbaren sich auf beiden Seiten Universen, aber beide Seiten geben dann auch etwas von sich preis, was jede Seite der Partei so verletzlich macht. Fakt ist:

Die Menschen haben Angst vor persönlichem Kontakt zu Naturwesen:

Mit ihnen zusammen die Erde heilen, sie umsiedeln, mal ein Spässchen mit ihnen machen - gut und schön, aber sonst lautet die Devise unbewusst: Du bleibst in deinem Lebensraum und ich in meinem!  Wenn sie irgendwo schlafen dürfen, dann im eigenen für sie gezimmerten Häuschen oder draußen.

Im ehelichen Bett nicht - was ja irgendwie verständlich ist, zumal die Menschen sich dann sehr bedrängt fühlen.
Da rückt ihnen plötzlich etwas auf die Pelle und zwar in einem äußerst nahen Bereich. Wusstet ihr, dass viele Naturwesen einfach gerne mit im Bett schlafen? Sie kennen so etwas wie persönlichen Freiraum zum Nächsten nicht, sie drängen sich gerne aneinander - und so behandeln sie einander auch, ohne Scheu und ohne Scham.
Diese Art offenen Anpackens, Zusammenseins, Begrabbelns und forsch Miteinander redens - offen und ehrlich direkt und zuversichtlich - das überfordert uns Menschen! Und da wir instinktiv fühlen, dass sie so sind, verbarrikadieren wir uns vor ihnen, denn sie könnten in unsere persönlichste und vielleicht intimste Sphäre eindringen. Sie könnten uns gefühlsmäßig und physisch da anfassen wo wir uns selbst nur im tiefsten Keller bei ausgeschaltetem Licht begucken ;-) schmunzel*. Schamlos, nicht?


Das bewegende Verhältnis zu meinem Begleiter: 

Über meinen Begleiter weiß ich sehr vieles nicht, aber ich weiß woher er kommt, wie sein Elternhaus beschaffen ist/war, welches Verhältnis er zu seinen Geschwistern hat, welche Hoffnungen, aber auch Sorgen und Nöte er hat - zumindest in einem kleinen Bereich. Es ist Intimes, Persönliches und so weiß auch er Persönliches über mich. Ich umarme ihn schon mal, und er mich, oder er umfasst meine Hand und streichelt meine Wange. Übrigens fühle ich das physisch. Das sind wundervolle freundschaftliche Momente inniglicher Verbundenheit.
Wenn mich Menschen also fragen woher ich diese sehr persönlichen Dinge aus dem kulturellen Umfeld der Naturwesen her kenne, dann weil ich sie in mein persönliches Umfeld lasse!
Mir sagte mal eine Frau: Das liest sich ja so als würdest du mit ihnen zusammen leben.
In meiner persönlichen Prioritätenliste steht nicht die Erdheilung an oberster Stelle, sondern das Kennenlernen meines Gegenübers als herzliches Individuum mit Stärken und Schwächen, mit Marotten und Liebenswürdigkeiten! So wie den besten Freund oder die beste Freundin.

Naturwesen als Freunde:
Hast du ein Naturwesen als besten Freund ist das mehr als nur eine Freundschaft, es ist die herzliche Beziehung zweier tief verbundener Wesen. Von einem Naturwesen als Freund gemocht zu werden, ist wie Liebe - sie ist fest, unerschüttlich, loyal und einfach archaisch schön. Freunde aus dem Reich der Naturwesen tun alles für dich, sie helfen, sie opfern sich auf und bewegen viel für dich, damit du ihnen von Herzen dankst. Danke ihnen auch von Herzen und tue das Gleiche - dann werden sie dich ewig lieben! Liebst du sie so wie sie dich lieben, heilt die Welt.


Fazit:
Mit diesem Beitrag wollte ich euch nicht zwingend sagen, dass ihr ab jetzt alle Naturwesen in eurem Bett schlafen lassen müsst - jedoch, dass es sich lohnt sie auf eine Weise wie menschliche Wesen zu behandeln: nämlich indem ihr euch bemüht auch deren persönliche Seite und deren persönliches Lebensumfeld kennen zu lernen. Bemerken sie dieses Interesse, erfreut es sie sehr, dann dann ist eure Beziehung zu ihnen nicht nur eine rein berufliche (z.B. Erde heilen), sondern auch eine freundschaftliche!

Alles Liebe
Eure Alina



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