Montag, 24. November 2014

Sind alle Naturwesen ausschließlich gut?

Hallo ihr Lieben,


Diese bedeutende Frage stellen mir viele Menschen. In ihr klingt unser Wunsch nach, die Welt der Naturwesen möge eine bessere sein als unsere - und unsere Hoffnung, dass sie nicht dieselben Fehler machen wie wir.
Sie machen nicht unbedingt dieselben Fehler wie wir - sie machen andere Fehler - und so lautet die Antwort: nein, sie sind nicht nur gut.

Wie bei uns Menschen gibt es auch unter den Naturwesen perfide und hinterlistige - aber auch gerechte und mitfühlende Individuen. Ihre Gesellschaft, ist, ebenso wie unsere, nicht perfekt.

Worin unterscheidet sich, grob betrachtet, unsere deutsche Gesellschaft von ihrer?

Unsere Gesellschaft ist im Groben eine Wohlstandsgesellschaft mit Annehmlichkeiten, wie Zentralheizung, Waschmaschinen und einem vollen Kühlschrank. Armut gibt es auch, aber sie bestimmt unsere Gesellschaft noch nicht so stark wie sie es in Drittweltländern tut. Wir leben in sehr reglementierten Strukturen, die aus Familiegründen und Arbeitengehen bestehen. Das Arbeitengehen für andere bestimmt unser tägliches Dasein - es ist ein Alltag im Mantel der Routine. Wir arbeiten, um zu leben - jeder für sich. Die Menschen in Städten leben zusammen, aber keinen kümmert es wie es dem anderen geht. Es sind subtile und weniger subtile Fremdbestimmungsmechanismen. Trotzdem genießen Männer und Frauen gleichermaßen bestimmte Freiheiten, so z.B. unseren Beruf zu wählen, es immer warm zu haben und keinen Hunger zu leiden - unsere Gesellschaft ist eine Gesellschaft der Völlerei und des Wegwerfens. Nicht umsonst gibt es so viele Diäten und Ernährungstipps. Im Dschungel der Ernährungslehren kennen wir uns schon längst nicht mehr aus.

Naturwesen gehen nicht arbeiten, sie arbeiten immer für die Gemeinschaft - das Volk! Dabei ist die Aufgabenteilung zwischen Männern und Frauen streng getrennt. Frauen sind für den Haushalt und für die Verarbeitung der Rohstoffe zuständig, die Männer gehen Geschäften nach und sie gehen jagen. Die Frau ist das Statussymbol des Mannes, sie dient seinem Ansehen und ist verpflichtet, dieses zu unterstützen.
Sowohl Männer als auch Frauen sind stets darum bemüht, ihren einmal erreichten Status gegen Konkurrenten zu verteidigen - das nimmt manchmal dramatische Ausmaße an. Werte wie Ehre und Stärke sind die Grundpfeiler männlichen Ansehens. Klugheit, und Fleiß sind weibliche Tugenden.
Nahrung und Güter stehen den Naturwesen nicht im Supermarkt zur Verfügung, sie müssen sie mühsam erwerben oder herstellen. Verarbeitet und gegessen wird alles was genießbar ist. Nicht umsonst freuen sich Naturwesen, wenn sie etwas zu Essen bekommen - und das egal aus welcher Gesellschaftsschicht sie stammen. Essen = Korpulenz = Wohlstand = Ansehen = Respekt!

Wo der Mensch unmotiviert, lasch, gleichgültig und antriebslos geworden ist, da kämpft das Naturwesen zu verbissen - um Land, Leute, Frauen, Ansehen und Güter. Wo die Menschenfrau trotz gleicher Arbeit weniger Lohn erhält, als ihre männlichen Altersgenossen, da ist die Naturwesenfrau zu einem Dasein als Hausfrau verpflichtet, in der Kindererziehung und organisatorische Aufgaben im Haushalt noch am ehesten eine Rolle spielen.

In beiden Gesellschaftsformen ist Umsicht und Neuorientierung gefragt - in unserer, wie in jeder der Naturwesen.
Menschen sind oft lasch und willensschwach - Naturwesen dagegen oft zu fordernd und besitzergreifend. Wir können als von einander lernen!

So formen die Gesellschaftsstrukturen Naturwesen und Menschen in unterschiedlicher Weise zu Individuen, die darin zurecht kommen müssen. Die Gesellschaften sind nicht perfekt und deren Bewohner auch nicht, damit hat sich die Frage nach dem perfekt/gut im Reich der Naturwesen ebenso erübrigt wie bei uns.

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