Sonntag, 25. Januar 2015

Streitgespräch Dunkelelfen...

Hallo ihr Lieben,

vor Kurzem stellte jemand in einem sozialen Netzwerk folgende Frage:
"Was sind Dunkelelfen?"

Im Grunde genommen ist dies eine einfache Frage, auf die es - so könnte man meinen - eine ebenso einfache Antwort geben sollte! Aber, weit gefehlt! Unter dieser einfachen Frage fanden sich Unmengen an Kommentaren, die irgendwann dermaßen ausuferten, dass sich die Menschen verbal an die Gurgel gingen.
Irgendwie war mir schon zu Beginn klar gewesen, dass diese Frage so etwas nach sich ziehen würde. Warum? Werdet ihr fragen...

Dieser Begriff hat eine lange Wortgeschichte hinter sich, beginnend bei der nordischen Mythologie, sich hinziehend über breite Wege der Esoterik - in denen dieses Wort teilweise dazu verwendet wird, um Naturwesen zu klassifizieren, bis hin zu der Massenliteratur im Fantasybereich und Videospielen usw.
Das Blöde dabei ist: Wenn fünf verschiedene Menschen denselben Begriff verwenden, meinen sie oft zwar grundsätzlich Ähnliches, differenzieren es im Detail jedoch individuell verschieden. Geht das Ganze in den Bereich der Esoterik hinein, kommt es zu Streitereien. Beispielsweise verbindet ein Mensch mit einem Dunkelelfen ein Naturwesen, das böse ist, ein anderer wiederum assoziiert damit eine Naturwesenheit mit dunkler Haut usw. - folglich entsteht Streit!

Dieser Streit findet deswegen statt, weil kaum ein Mensch jemals echte Naturwesen zu Gesicht bekommen hat. Alle reden darüber aber keiner sieht sie - mal abgesehen von irgendwelchen schlierigen unscharfen Bildern auf denen alles Mögliche hinein interpretiert wird. Hinzu kommt, dass jeder schon mal irgendwo auf den Begriff gestoßen ist - nur in unterschiedlichen Zusammenhängen.

Kurzum, was wir eigentlich bräuchten wäre eine einheitliche Wahrnehmung der Naturwesen (das geht aber de facto nur, wenn sie wirklich sichtbar sind) und eine einheitliche Benennung dessen was wir sehen - so in etwa wie jeder die gelbe krumme Frucht als Banane identifiziert und benennt. So lange das nicht der Fall ist, werden wir uns alle die Köpfe einschlagen und uns in individuell unterschiedlichen Benennungen verlieren, die alles bringen - außer Einigkeit! Ich nenne das Ganze Kanonisierung - so etwas fand vor über 1000 Jahren unter Karl dem Großen z.B. mit dem Kalender statt. Ja, bis da hin hat jeder die Zeit so berechnet wie er wollte...heute haben wir (fast) alle dieselben Zeiteinheiten! Ist das nicht angenehm?

Wie könnte eine Kanonisierung statt finden? Angesichts der erschwerenden Tatsache, dass Naturwesen de facto unsichtbar sind, ist dies eine echt schwere Angelegenheit. Einen Ansatzpunkt gäbe es da jedoch: Sie selbst nach ihrem Aussehen und dem Namen ihrer Art zu befragen und diesen aufzuschreiben und fortan für sie zu verwenden. Das wird bei sehr umfangreichen Spezies, wie Gniri funktionieren, bei Mischarten weniger, da dort der Name der Art genauso variiert wie bei uns der örtliche Dialekt.
Wenn mehrere Menschen Individuen aus dem selben Artenkreis befragen, ist die Wahrscheinlichkeit größer - zu einem Konsens in Wahrnehmung und Benennung desselben zu kommen. Es tritt ein so genannter Wiederholungseffekt ein.

Und was bringt uns der Wiederholungseffekt? Das Naturwesen tritt aus der Unüberschaubarkeit esoterischer und somit bunt schillernder vielfältiger Interpretationen heraus und wird zum Konsens. Der Konsens wiederum lässt sie aus dem Bereich des Übersinnlichen heraus treten und macht sie peu à peu zu einem weltlichen Element. Naturwesen sind nämlich eigentlich nichts übersinnliches - sondern ein realer Teil unserer Welt und somit WELTLICH.

Diese Haltung wiederum mag es uns Menschen ermöglichen, unser Bewusstsein zu erweitern und sie alsdann auch mit unseren normalen Sinnen wahrnehmen zu lernen.

Alles Liebe Euch
Eure Alina

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