Montag, 6. April 2015

Der Geomant in uns...

Hallo zusammen,

von Facebook her kenne ich eine wirklich faszinierende Frau, in deren Adern Geomantenblut fließt. Geomanten sind Menschen, die sich mit Erdheilung und damit auch einher gehend mit den Zusammenhängen geographischer Gebiete aber auch der Elemente beschäftigen. Alles fließt ineinander und gibt einem Ort z.B. eine gewisse Energie.



Die Idealisten...

Nun gibt es viele Menschen, die sehr idealistische Ziele verfolgen. Mit Salbei und Rasseln bewaffnet eilen sie "negativen" Orten entgegen und reinigen sie mit Sprüchen und Ritualen. So weit so gut - es gibt etliche Menschen, die den Effekt einer Haus-/ bzw. einer Ortsreinigung hinterher deutlich spüren...Trotzdem kommt mir vieles von dem was sie tun wie eine gut gemeinte Show vor. Und wenn du deinen Mitmenschen nur lange genug einredest was für ein mystisch mysteriöses Erlebnis das Ganze war, dann schaukelt sich die ganze Gemeinschaft in einen elysischen Rausch hinein, in dem man - die Schöpferkräfte des Menschen und seine Potentiale lobpreist...


Die Empathen...

Und dann gibt es Menschen, die in ein Gespräch mit dem Ort gehen, ihn mit all ihren Sinnen - ja selbst den Zellen ihres Körpers spüren. Sie treten in ein Zwiegespräch mit ihm unterhalten sich mit den Kräften, die da am Werk sind und nach dem Gespräch wissen sie was dem Ort gut tut und tun es einfach! Es ist eine bewusste wie intuitive Kommunikation...und das macht den guten Geomanten aus! Er weiß bewusst um die Zusammenhänge, kann in Kommunikation treten und eruiert gemeinsam mit dem Ort und anderen Kräften eine Lösung. Diese Menschen sind still wie tiefe Wasser, unscheinbar und durch und durch klar, wie ein Bergsee! Sie treten nicht hervor, sie halten sich im Hintergrund, aber sie sind immer da! Von der Masse unbemerkt...oft unbeachtet...nicht angehört.


Die Hilflosen...

Dazu zähle ich mich! Warum? Ganz einfach!
Ich lebe in der Nähe einer weiträumigen Talsperre. Sie ist ca. 60 Jahre alt. Früher lagen in deren Tälern einzelne Gehöfte und Straßen. Heute ist alles überflutet. Das Wasser darin versorgt viele Orte - es ist gut. Darum herum schmiegen sich Forste, aus denen die Menschen sich für ihren Wintervorrat an Holz bedienen.
Einerseits ist es echt idyllisch - andererseits ist es ein an schönen Tagen durch Menschenvolk in trappelndem Gang auf ausgetretenen Pfaden frequentierter Ort, der ein wenig Natur hat, gleichermaßen aber so gerodet ist, dass hässliche kahle Stellen seine Idylle trüben.
Ich würde sagen: Es ist die Sparversion von Naturbelassenheit, gerade gut genug für Städter, die am Wochenende in Horden hier herum laufen und ihre Spaziergänge machen - aber alles andere als ein Refugium für Wildtiere und Naturwesen. Gut, ein paar Rehe und einige Schweinchen gibt es, die werden regelmäßig dezimiert, damit sie sich nicht zu breit machen.
Sehr schön ist zu beobachten, wie sehr die Spaziergänger in ihrer Welt behaftet sind und wie wenig sie bemerken, was um sie herum ist.

Nun ist dieser Ort so wie er ist, aus sehr vielen sehr unterschiedlichen Gründen...und ich als Möchtegerngeomant möchte dem Ort helfen...nur, wie? Rasseln schwingen? Salbei räuchern? Mantren murmeln? Energetische Verschiebungen vornehmen von denen ich nur zu 40 % Ahnung habe? Und dann?
Hören die Menschen auf, sich hier Holz zu holen, die Wege frei zu raspeln und Naturwesenbehausungen zu zerstören? Hören die Horden von Spaziergängern auf durch die Botanik zu trampeln? Nein! Es geht alles wie gewohnt weiter...

Neulich in der Erdheilungsgruppe...

Ich war in einer Erdheilungsgruppe auf FB - ich habe sie aus diesen Gründen verlassen...Manchmal denke ich mir nämlich, dass die vielen Druiden und Geomanten, die wie Pilze aus dem Boden schießen, nur kleine Möchtegerns sind...laut sind sie bei dem was sie tun. Und wenn sie einen Ort besuchen, ein Mantra murmeln und ein paar Worte gesprochen haben, mächtige Spirits gerufen haben um dies und das und jenes zu tun...meinen sie die Welt sei nun ein besserer Ort.
Dabei komme ich für mich selbst nicht umhin anzunehmen, dass das Ganze nur ein Spektakel ist...eine Art Maskerade und Schauspiel...denn eigentlich wissen wir gar nichts...nicht was die Erde denkt und nicht was sie fühlt, noch weniger die energetischen Zusammenhänge, die sie bewegen...wir sind ein paar Spirituelle, die es einfach gut meinen...

Das wirkliche Geomantentum...

...steckt einem im Blut...es fließt magisch durch die Adern des Erwählten. Und wenn jemand einen Geomanten zu einem solchen erwählt, dann sind es nicht die Spirits, die Schamanen oder sonstwer - es ist die Erde selbst...

Alles Liebe
Eure Alina

Kommentare:

  1. Ich kann Dir hier nur voll beipflichten und zwar in allem was Du schreibst - es geht nämlich nicht darum nur laut und spektakulär genug zu sein sondern eher leise und von der lauten Welt unerkannt etwas zu tun - Mutter Erde schätze wohl auch die leisen Worte mehr als die lauten - aber erst einmal sollten wir lernen einfach der Natur zu lauschen und dann unserem Gefühl zu folgen....

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  2. "Wir sind das Lied von Mutter Erde." Wenn wir ihr Lied singen, verstehen wir sie in ihrer tiefen Liebe zu allem was lebendig ist, da wir Teil von ihr sind. Ich bin eins und ich bin Viele. In dem Verbundensein mit dem Vielen und Allen kann ich erfahren, wer oder was und wie Mutter Erde ist. Einmal den Schatz gehoben, kann er geteilt werden. Liebe Grüsse Ana Eideen

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