Donnerstag, 22. Oktober 2015

Schrift und Bücher bei den Naturwesen

Kennen Naturwesen Schrift und Bücher?
Die Antwort lautet ja! Naturwesen verfügen sowohl über Schrift als auch über Bücher, aber nicht so wie wir moderne Menschen es uns vorstellen:

Wir kennen die griechischen Buchstaben - sie, wie auch Worttrennung, Kommata und Interpunktion haben unsere schriftliche Ausdrucksweise revolutioniert, denn diese Art zu schreiben ist sehr präzise. In großen Teilen der Erde kennt und verwendet man dieses Alphabet.
So großflächig und einheitlich ist Schrift im Reich der Naturwesen nicht vorhanden.

Von Kontext und Präzision:


Viele umfassende naturwesische Schriftsysteme übernehmen dieses Manko der starken Kontextabhängigkeit und der mangelnden Präzision, warum ist das so?

Die Naturwesensprachen sind in der Laut- und Wortbildung bei Weitem nicht so präzise wie z.B. unsere deutsche Sprache! Anders als wir Menschen stehen bei den Naturwesen während der Kommunikation andere Mitteilungsmodalitäten mehr im Vordergrund. Sie sprechen sehr viel stärker mit Gestik und Mimik. Hinzu gesellen sich Töne, die z.B. das nachahmen, was sie bezeichnen wollen: z.B. wird bei einem Naturwesenvolk das Wort "Amsel" in Form des Gesangs artikuliert, den die Amsel macht.
Es gibt zweifelsohne auch Worte, aber die kann man in vielen Variationen aussprechen, die vielfach regional sehr unterschiedlich sind, da es keine Vereinheitlichung gibt. So reicht das dhàrdhatsische Wort für Mist im Sinne von Ich habe ein Missgeschick begangen von resotretsot, rasut bis ratsut - mehr Variationen fallen mir gerade nicht ein. Stark ersichtlich wie undeutlich deren Sprachen sind, wird, wenn ich die Naturwesen nach ihren Namen Frage. Was bei uns eine winzige Nuance ist wie z.B. im Wort Mahl und Mal - können sie gar nicht unterscheiden. Mahl und Mal mögen sich bei ihnen gleich anhören, nur werden sie von unterschiedlichen Gesten begleitet, so kann ein Mahl in Verbindung mit Essen gebracht werden, wenn man sich den Bauch reibt.

Wenn also die Sprachen schon so unpräzise sind - wie sollen die Schriften sein, die so ein System darstellen?

Schriftsysteme:



Zum Einen gibt es Kurzschriftsysteme. Zu diesen gehören Kaufmannsschriften. Diese beherrschen vor allem jene, die Handel betreiben und mit Gütern zu tun haben. Sie sind mit Absicht recht einfach gehalten, so dass sie schnell erlernt werden können, jedoch lässt sich mit ihnen kein umfangreiches Wissen festhalten. Kaufleute und Obrigkeiten, die Handel betreiben, beherrschen sie.
Dann gibt es noch einige Hochschriften. Diese werden vor allem von Geschichtsschreibern und Philosophen, aber auch von Dichtern benutzt und dienen zur Archivierung von umfassenderem Wissen.
Nur Wenige, vor allem Hochgestellte, können diese lesen und schreiben, denn sie sind komplex und schwer zu erlernen.
Nach meinem bisherigen Wissensstand kennen einige Naturwesenarten 4 Hochschriftsysteme, die auf 4 Gründer zurück gehen, diese wiederum weisen zahlreich Unterkategorien und Abweichungen auf. Einige, die als sehr kultiviert gelten, das sind z.B. die Dhàrdhats, besitzen beides! Seit einiger Zeit versucht eine Naturwesenvereinigung von Gelehrten es den Menschen nachzumachen, und Hochschriftsysteme nach dem Vorbild des griechischen Alphabets einzuführen, die großflächiger eingesetzt werden können.
Das ist jedoch nicht einfach, zumal Naturwesensprachen sehr viele Laute beinhalten, für die es scheinbar keine phonetische Entsprechung gibt. Phonetik in dem Sinne wie wir es kennen, ist dort noch fast vollkommen unbekannt. Die meisten Naturwesenarten und Völker handhaben keinerlei Schriftsysteme. Sie wickeln alles in Form von mündlicher Vereinbarung bzw. mündlicher Überlieferung ab.

Gibt es Bücher?


Ja, aber längst nicht alle Traktate sind in solcher Form vorhanden, oft sind es nur Ansammlungen zusammen gerollter Blätter, die mühsam kopiert wurden - so wie z.B. bei uns vor der Erfindung des Buchdrucks.
Bücherbinder gibt es zwar, aber ein Buch zu setzen und zu binden ist Handarbeit und teuer. Man hat zwar den Gutenbergschen Buchdruck nachgeahmt, so dass man heutzutage schneller geschriebenes produzieren kann, jedoch lohnt es sich nicht, solche Setzmaschinen in Serie zu produzieren da z.B. nur ca. 8 % Naturwesen der nordischen Länder lesen und schreiben können. Zudem stellt sich angesichts der Vielfalt der Schriften die Frage welches System eine solch teure Maschine darstellen können soll!
Für Gewichts- und Zählsysteme verwendet man z.B Tontafeln oder man schreibt auf Leder, in dessen Mitte ein Loch ist. Die Lederstreifen werden dann auf kleinen Pfählen gefädelt, das bedeutet: Übereinander geschichtet.


Von Bibliotheken: 


Bibliotheken gibt es, nur muss es auch Leute geben, die die Informationen lesen können. Das sind Wenige gut Betuchte! So gibt es sehr wertvolle Sammlungen alter und neuerer Literaturen, oft sind Bibliotheken bei den Naturwesen in Privatbesitz, man findet sie z.B. bei fürstlichen und königlichen Höfen, oder auch in priesterlichen Orden.

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