Freitag, 8. Januar 2016

Ärzte und Heiler bei den Naturwesen

Bei uns Menschen gibt es, neben Arztpraxen, auch Krankenhäuser - und wir kennen Ärzte und Heilpraktiker, die unsere Wehwehchen behandeln. Aber wie ist es bei den Naturwesen?
Bei den Naturwesen gibt es zwar Sanatorien, unseren Kurorten ähnlich, aber die sind vergleichsweise selten und nur der betuchteren Klientel vorbehalten. Krankenhäuser und Praxen im Sinne unserer Kultur wird man bei ihnen vergeblich suchen! Wie im Film "Der Medicus" gibt es im Reich der Naturwesen verschiedene Kategorien von Ärzten und Heilern:


  • Schamanische Heiler, die oft zugleich das Oberhaupt eines Volkes und/oder Sippe sind. Hierbei handelt es sich um kräuterkundige Personen, die bei leichten Erkrankungen durchaus gut helfen können, bei schwereren aber eher machtlos sind. Sie versuchen Vieles durch Zaubertränke und Austreibungen zu heilen, vermögen jedoch kaum z.B. komplizierte Operationen durchzuführen. Ihr Wissen ist ein Generationswissen, von Heiler zu Schüler weitergegeben. Die Orientierung ist eher spirituell.


  • Druiden sind nicht alleine heilkundig, sondern beherrschen auch die Kunst der Diplomatie und der Gerichtsbarkeit.
    Hierbei handelt es sich oft um die Söhne und Töchter betuchterer Naturwesen, die es sich leisten können, ihre Kinder in der Priesterschaft unterzubringen und sie so für das Leben eines Gelehrten vorzubereiten. Was bei den Männern nicht Fürst oder Krieger werden kann, wird Druide - sofern er den langen Ausbildungsweg besteht. Was bei den Frauen nicht Ehefrau noch Magd wird, darf, sofern das Familienoberhaupt betuchter ist und ihm an der Bildung der weiblichen Intelligenz etwas liegt, in einer Priesterschaft untergebracht werden. Das sind dann Druidinnen. Beide Geschlechter sind hernach sehr angesehen und mächtig, obgleich sie nicht unmittelbar in die Politik eingebunden sind. Sie verbinden spirituelles mit praktischem/weltlichem Wissen.
  • Fahrende Heilkundige, ähnlich den mittelalterlichen Badern. Sie kommen oft von weit her und sind im Laufe ihres Lebens an vielen Orten gewesen. Wie kompetent sie sind, hängt sehr von ihrem persönlichen Ehrgeiz und dem Glück ab, das sie im Leben hatten. Im besten Fall kann man mit so einem Bader totales Glück haben - im schlimmsten Fall totales Pech.
    Von sehr erfahrenen Heilkundigen, bis hin zu Scharlatanen findet man alles! Sie haben vom Grundsatz her keinerlei Zugang zu medizinischem Wissen - denn sie gehören weder zu Sippen, die ihr Wissen mündlich tradieren, noch zu den privilegierteren Schichten, die beispielsweise durch eine priesterliche Weihe an solches Wissen gelangen könnten.
    Sie müssen es sich auf ihrem Weg selbst aneignen. Wie viel sie sich aneignen und was, hängt sehr von ihrer persönlichen Befähigung ab und vom Lebensglück.

    Mein Freund Chehrì, dessen Bild ihr hier seht, ist solch ein fahrender Heiler. Er stammt ursprünglich von einem fahrenden Volk ab (Schausteller), seine Eltern kennt er nicht. Er kommt ursprünglich aus Cornwall und ist im Laufe seines Lebens z.B. auch in China gewesen, wo er u.a. die Kunst der Akupunktur erlernt hat. Er lebt als auswärtiger Arzt in unmittelbarer Nähe eines Naturwesenvolkes hier in unserem Forst, ist jedoch nicht Teil dieses Volkes.
    Er ist ein sehr weiser und sehr wissbegieriger Mann, eher praktisch, denn spirituell eingestellt, und er hatte Glück, sich viel Wissen u.a. solches zu komplizierten Operationen an den unterschiedlichsten Orten dieser Welt aneignen zu können. Nun hatte er lange Zeit das Problem, dass er zwar das Wissen, jedoch nicht die Instrumente hatte, um dieses Wissen auch einzusetzen. Mein Freund Hsònak, ein finnischer Fürst, hat dafür gesorgt, dass er an solches gelangte! Denn eigentlich ist der Besitz eines solchen Instrumentariums nur den Druiden vorbehalten! Und so behandelt er heute die unterschiedlichste Klientel: Vom ärmsten Gniri bis hin zu reichen Diplomaten.

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