Freitag, 8. Juli 2016

Was uns Angst macht...

ist das Unbekannte, das was wir nicht sehen, nicht riechen und nicht hören - das was im Wald in den Blättern raschelt, was nachts seine Augen auf dich richtet, derweil du dich durch das Dunkel zur Toilette tastest. Und du weißt: Es ist da! Es ist förmlich spürbar, aber sobald du versuchst es zu packen, entzieht es sich dir flink wie ein flüchtiger Windhauch auf deiner Haut.
Hin und her gerissen bist du zwischen deinem Wunsch es zu erfahren und der Angst davor, was du sehen könntest, wenn es sich dir einmal offenbart.
Andere Menschen verbringen ganze Wochenenden damit, sich in allen erdenklichen extremen Sportarten zu verausgaben, du verausgabst dich auf der Suche nach den Naturwesen.
Sie prickelt auf der Haut, sie lässt dir Schauer über den Rücken laufen. Jedes Foto ist eine Offenbarung ihrer Existenz und doch ist da immer der kleine Mann in deinem Ohr, der sagt: Wie sehen sie wirklich aus? Sind sie harmlos? Was ist wenn manche von ihnen auch böse sind?
Schauerlich ist die Möglichkeit einer Offenlegung naturwesischer Existenz in all ihrem Dimensionen, und gerne wiegen wir uns manchmal nachts, wenn draußen der Wind durch die Blätter der Bäume rauscht und wir meinen jemand klopfe sacht an unserem Fenster - in Sicherheit, dass es uns Gottseidank nicht beschieden ist, alles zu sehen.

Bild-Quelle: http://www.merrylinmuseum.com

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