Montag, 29. August 2016

Die Konvention vs. das Aussehen von Naturwesen...


Das Wort "Konvention" kommt aus dem lateinischen "conventio", was "Übereinkunft" oder "Zusammenkunft" bedeutet. Vereinfacht ausgedrückt ist sich eine Gruppe von Menschen einig über einen Zustand und/oder, dass eine bestimmte Regel gilt.
Als Beispiel gebe ich mal die Kartoffel. Jeder Mensch hierzulande weiß was eine Kartoffel ist und wie sie aussieht. Es ist die Übereinkunft einer Gruppe von Menschen, dass  das knollenartige Gebilde am Fortsatz einer Pflanze mit bestimmten Merkmalen eine Kartoffel ist - und das man sie gekocht und/oder gebacken essen kann.
Wozu sind Konventionen gut? Sie dienen dazu inmitten von subjektiver Wahrheit einen objektiven Raum zu schaffen. Einerseits nimmt und handelt jeder Mensch subjektiv andererseits muss dies in einem vorher gesellschaftlich festgelegten Raum geschehen, dessen Rahmenbedingungen mehr oder minder starr sind. Auf diese Weise finden Subjekte mit subjektiven Wahrnehmungen einen Raum der Kommunikation und der Interaktion! Nur so sind menschliche Kontakte überhaupt möglich.
Gäbe es diese Konventionen nicht, so wären alle Menschen schrecklich isoliert, denn jeder würde in seiner eigenen subjektiven Welt leben und könnte sich dem anderen nicht verständlich machen. Unsere ganze Umwelt ist kategorisch betrachtet, in konventioneller Form strukturiert...die Kartoffel war nur ein Beispiel - es gibt viele, sehr viel komplexere.
Nun wird es an der Stelle schwierig, sich auf eine Konvention zu einigen, wo der Gegenstand/das Thema nicht greifbar ist, so beispielsweise im Falle dessen wer oder was Gott oder die Liebe ist. Hier haben wir es mit so genannten abstrakten Begriffen zu tun.

Für Naturwesen gilt:

- In bestimmten menschlichen Kreisen besteht die Übereinkunft, dass es Wesen gibt (= der abstrakte Begriff eines noch nie gesehenen Subjekts), und dass sie existieren.

- Sie werden von den Menschen Natur-Wesen genannt, weil sie stark mit der Natur verbunden sind und diese schützen...

- Sie helfen auch dem Menschen, sein Gleichgewicht zu finden.

- Sie werden von Menschen als ätherisch (körperlos) betrachtet, weil sie unsichtbar sind.

All diese menschlichen Konventionen sind nicht belegt, sie beruhen auf Annahmen, die sich im Laufe der Zeit, durch Zuhilfenahme von Mythen und Märchen, aufgebaut haben und durch Moderne Medien, wie z.B. die Filmindustrie fort getragen wurden. Begriffe wie Elfe, Fee, Elben, Kobolde usw. sind Konventionen getragen eben durch diesen sehr langen Literaturdiskurs. Sie beschreiben etwas, das noch nie jemand in realo gesehen hat.

Daher sind sie

a) im höchsten Maße emotional
b) im höchsten Maße subjektiv
c) in sehr geringem Maße objektiv.

Die Folge ist:

Der Versuch, Naturwesen einen objektiven Raum zu geben, gleicht ungefähr dem Versuch, als Einzelner einer Gruppe von Menschen zu erklären, was eine Kartoffel ist, ohne eine solche zur Hand zu haben. Wenn du einem Menschen also erklären willst, was eine Kartoffel ist und dass sie gut schmeckt, kannst du das nur, indem du diesem die Pflanze zeigst. Ist die Pflanze unsichtbar oder nicht vorhanden relativiert sich jedwede Erklärung und wisst ihr warum? Weil sie für denjenigen, der die Kartoffel nicht kennt, schlichtweg irrelevant ist. Denn was nutzt mir die Erklärung dieser wohlschmeckenden Knolle, wenn ich nicht die Möglichkeit habe, sie jemals zu probieren?

Nun haben Naturwesen an sich per so schon ein objektiv festgelegtes Äußeres, und untereinander besteht die Konvention, die ihnen hilft, einander zu erkennen und miteinander zu kommunizieren, denn auch Naturwesen leben in einem konventionellen Rahmen. Genauso wie Gott die Eigenschaften und das Aussehen einer Banane festgelegt hat, so ist auch das Aussehen von Naturwesen vom Schöpfergott definiert worden! Es ist objektiv! Wir haben zu dieser Objektivität nur keinen Bezug, weil wir sie nicht wahrnehmen können, wie die Schöpferkraft sie darstellt.

Ich überlege schon lange ein Naturwesen-Bestimmungsbuch zu schreiben, also eine Art Sachbuch, das die unterschiedlichen Arten von Naturwesen und deren Lebensweise und Aussehen dokumentiert, es wäre das Buch eines objektiv bestehenden Netzwerkes an Gemeinschaften mit Kulturen und Mentalitäten, da der Mensch aber bisher nur die subjektive Seite anerkennt, bedeutet dies: Jeder sieht was er sehen will, der Rest ist egal. Somit brauche ich gar nichts zu schreiben, da deren objektive Welt in jenem Fall immer auf meine alleinige subjektive Wahrnehmung herunter reduziert wird. Deswegen höre ich oft: Alinas Naturwesen - aber es sind nicht MEINE...es sind göttliche Individuen die so aussehen wie sie aussehen...Punkt!

Wenn drei Menschen ein Naturwesen betrachten haben wir 5 verschiedene Wahrnehmungen bzw. Zustände: a) die 3 subjektiven Wahrnehmungen dreier Menschen b) die objektive Realität - also das was tatsächlich da ist, egal ob wir es sehen oder nicht und c) das Selbstbild des Naturwesen im Rahmen seiner eigenen Konvention.

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