Samstag, 24. Dezember 2016

Naturwesen-Begegnungen

Hallo ihr Lieben,

in letzter Zeit, das merkt ihr sicher an der abnehmenden Häufigkeit meiner Beiträge, leide ich an so etwas wie einer Schreibblockade. Zwar entwickelt sich in meinem persönlichen Bereich im Bezug auf Naturwesen sehr viel, aber gleichzeitig habe ich das Gefühl, euch da draußen schon alles gesagt zu haben, was es zu sagen gibt. Euch also gewissermaßen schon alles Rüstzeug gegeben zu haben, das ihr meiner Ansicht nach für eure eigenen Begegnungen braucht.
Detaillierte Beschreibungen von Bräuchen und Lebensweisen jener Individuen, die ich kenne - habe ich weitest gehend aufgegeben, weil ich erkannt habe, dass sie euch schlichtweg nicht weiter helfen. Kontakt ist nicht gleich Kontakt, jeder Mensch sieht und empfindet Naturwesen anders, und mein Ding muss nicht euer Ding sein. In den sozialen Netzwerken und auch hier habe ich mich daher aufgemacht, euch einfach mehr Bilder von den Naturwesen zu zeigen, die ich sehe und zeichne. Euch ihre Geschichten zu erzählen und seien sie noch so einfach. Auf diese Weise erhascht ihr einen Blick und seht einwenig in meine Welt. Ihr findet sie in der Gallery.

Ich habe mal vor Jahren, das war 2012, einen Beitrag darüber geschrieben, wie Naturwesen so drauf sind. Habe das Ganze Mentalität der Naturwesen genannt. Heute merke ich: Der Beitrag ist furchtbar förmlich geworden. Jetzt wage ich es noch einmal, vielleicht einfacher? Von Mensch zu Mensch?

Wie sind Naturwesen drauf?

Naturwesen gibt es wahnsinnig viele, und das Wort: Was machen die denn oder wie sind die drauf? Das scheint mir allzu sehr als würde ich alle über einen Kamm scheren, ihnen nicht gerecht werden. Dennoch: Die Quintessenz ist - sie sind im Grunde genommen den Menschen sehr ähnlich, haben einen starken Charakter und sind auf sich und ihre Kultur sehr stolz. Die meisten von ihnen mögen Menschen nicht besonders, Menschen sind verpönt - dennoch übt der Mensch durch die Bank weg eine Faszination auf Naturwesen aus, die ähnlich jener ist, die wir für sie empfinden.
Oft bewegen sie sich in der unmittelbaren Nähe des menschlichen Umfelds, oft in der eigenen Wohnung. Da verschwinden Dinge, Sachen werden umgeworfen...man hört Schritte, merkt, dass da jemand einen anfasst, es ist aber niemand da. Sie lieben die Wärme unserer Wohnungen und die Behaglichkeit unserer Betten. Nicht selten schlafen sie bei vielen Menschen im Bett.
Ihr seht sie haben ganz ähnliche Bedürfnisse wie wir: Hunger, Durst, Müdigkeit. In der Spiritualität herrscht die Meinung, jeder Mensch hätte ein Naturwesen. Aber wisst ihr, so was kommt für mich nicht in Frage, denn sie sind ja Individuen, mit einem Körper und einem Charakter. Sie gehören niemandem, nur sich selbst.
Fordern kann ein Mensch niemals etwas von ihnen. Tut er das, so wird er einem störrischen Kind begegnen, das sagt: Du kannst mich mal, ich bin nicht dein Lakai. Wenn du ihnen aber den Freiraum lässt, mit dir in Interaktion zu treten, dann tun sie das mit Freude. Jedes Mal, wenn ich merke, wie sie mich anfassen - oder ich höre sie gehen, oder vielleicht auch nur ihren Atem in meinem Nacken, ist das für mich ein tolles Geschenk.
Es schenkt mir die Unmittelbarkeit ihres Daseins, es zeigt mir wie körperlich und anwesend sie sind, auch wenn ich sie nicht sehe, es zeigt mir wie nah sie mir sind. Und wenn wir freundschaftliche Bande knüpfen, dann tun sie manches, um mich zu erfreuen. Man streicht mir über die Wange oder zärtlich durchs Haar, erfreut sich mit einem leisen gurrenden Seufzer an einem Portrait, das ich von ihm/ihr anfertige, erfreut sich an den schreienden Farben, die ich für sie in meine Bilder einbaue, weil ich weiß wie sehr sie ihnen gefallen. 
Und dann Abends, wenn ich ein Küsschen spüre, eine warme Geste, richtig physisch, weiß ich wie warmherzig sie sind und dass sie keine Nähe scheuen. Eher wir Menschen scheuen sie. Wie viele Menschen sind mir schon begegnet, die merkten, wie sie von Naturwesen angefasst werden und das als übergriffig empfunden haben. Schade, sage ich da nur... Naja - manchmal sind sie auch dreist und neckisch, aber da muss man das eben auch sein.


Der hohe Stellenwert des Genusses 

Naturwesen lieben vor allem eines: Den Genuss. Ob es etwas gutes zu Essen, ein feines Tröpfchen oder vielleicht auch eine psychoaktive Pflanze ist - sie genießen durchweg alles, was ihrem Körper und ihrer Seele Freude bereitet mit einer Hingabe, die ihresgleichen sucht. Ich vergleiche das gerne mit Homer Simpson, wenn er Donuts sieht und ganz hingebungsvoll sagt: "hmmmm Dooonuuuts" ;-)

Sie kennen zahlreiche Kräuter und Pilze, die sie konsumieren, um sich zu beleben, ihre Libido zu steigern oder einfach nur, um ein wenig high zu sein. Das ist etwas, das den Menschen leicht erschreckt, wissen wir doch um die negative Wirkung von Drogen. Aber so wie wir unsere Genussdrogen haben, so haben sie auch ihre.

Und sie lieben die körperliche Liebe in allen erdenklichen Möglichkeiten und Lagen. Sie sind freier und offener, gehen unbeschwerter miteinander um. So ist es nicht verwunderlich wenn sich manch ein Mensch eventuell etwas auf die Pelle gerückt vorkommt.

Das Ganze hat eine Unbeschwertheit, die ich gerne beobachte, erfreut sie mich doch durch und durch.


Naja...so ist das.
Ich wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest.

Eure 
Alina


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